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Falls Sie Tipps für den Umgang mit RSI haben, würde ich sie gerne unter "Weitere Erfahrungsberichte" veröffentlichen.
Bitte schicken Sie Ihren Bericht an die dort angegebene E-Mail-Adresse.


RSI-Syndrom Gästebuch





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moin clemens, mein name ist daniel..
ich leide jetzt auch schon seid knapp sechs monaten unter folgenden symptomen : unbeweglichkeit, kribbeln, kälte, diffuse schmerzen, druckschmerzen usw. also eigebtlich geau das was du in deinem buch beschreibst. es war auch nach der ganzen (offensichtlich bekannten) odyssee mit den ortophäden,die mir quaasi rein garnichts gebracht hat, das einzige in dem ich mich wiedergefunden habe.es kommt auch hin da ich beruflich zwar nur ab und an am pc war, ich aber zuhause stundenlang davor saß, und ich, was warscheinlich noch ein wichtiger punkt ist als die beschwerden anfingen in behandlung in einer psychotherapeutischen klinik war (hatte also ne ziemlich schwere zeit).übrigens weisss ich heute das bestimmte pharmazeutische medikamente zu dem ganzen erheblich beigetragen haben!
ich wollte hiermit mal meine wertschätzung für dein engagement zum ausdruck bringen, ohne dein buch wäre ich nämlich aufgeschmissen und hätte so gut wie garkeine anhaltspunkte, und hätte vieleicht noch die ein oder andere frage. und zwar wäre die erste in sachen unbeweglichkeit, hattest du auch probleme bzw. überall ein ziehen als du die hand schließen wolltest ?bei mir ist es vorwiegend rechts..habe das mit den von dir beschriebenen dehnübungen etwas in den griff bekommen, es geht aber nicht ganz weg, morgens kann ich meine finger z.b. fast garnicht bewegen. du sprichst in deinem buch über phasen in denen es ok war, vorwiegend nach den dehnübungen. hattest du da das gefühl das es ganz verschwunden ist oder wirklich nur ok ? ich werde nämlich nie wirklich das gefühl los den arm zu spüren, ich spüre ihn auf diese komische drückende weisse 24 std am tag. auch nach den dehnübungen..
hattest du auch nen deutlichen unterschied von der farbe der ärme her gesehn?
war der schlimmere arm auch so ein bischen teigig ? was bei mir nie der fall war trotz den optischen unterschieden ,war eine deutliche schwellung.das beschriebene kribbeln, das auchmanchmal ziemlich schmerzt habe ich mitlerweile auch halbwegs durch die nervenmobilisation in den griff bekommen, seid dem ich diese übungen mache taucht es nur noch relativ selten auf. probleme habe ich mit den triggerpunkten, denn egal wie locker und sanft ich die schmerzenden und verhärteten muskeln massiere, werden die symptome danach deutlich schlimmer.
was mir auf jedenfall bis jetzt geholfen hat ist rosa pferdesalbe, und eine ganz normale medizinische armstulpe..keine spange oder bandage oder so, die machen bei mir das unbeweglichkeits gefühl, und die durchblutung nur deutlich schlimmer. mit der armstulpe verlagert sich das unangenehme gefühl den arm zu intensiv zu spüren nämlich auf das gefühl die stulpe zu spüren, und das ist irgendwie sehr angenehm.
ich habe mitlerweile den entschluss gefasst, den computer fast garnicht mehr zu benutzen, höchstens noch ne halbe stunde am tag. trotzdem nehmen die beschwerden nicht deutlich ab,was ich auch irgendwie komisch finde.. nahja, ich bedanke mich mal für deine zeit. ciao!

Antwort: Hallo Daniel,

vielen Dank!

Vorweg erst einmal die Frage, ob du dich zusätzlich auch schon mit TMS auseinandergesetzt hast? Das muss natürlich nicht auf dich zutreffen, sollte aber abgeklärt werden. http://www.repetitive-strain-injury.de/ursachen.php#tms So etwas kann auch begleitend zu einer physischen überlastung die Schmerzen verstärken.

1. An eine Unbeweglichkeit beim Schließen der Hand kann ich mich nicht erinnern. Durch die lange Schonung war lediglich meine Beweglichkeit etwas eingeschränkt. Insbesondere eine morgendliche Unbeweglichkeit kann auf eine Sehnenscheidenentzündung deuten. Ist/war dein Handgelenk (leicht) geschwollen?

2. Falls dein Gefühl "den Arm irgendwie komisch die ganze Zeit zu spüren" meinem entspricht, dann könnte das hier helfen: http://www.repetitive-strain-injury.de/passive-dehnuebungen.php
Dieses Gefühl hatte ich vorher noch nie verspürt.

3. Meine beiden Arme sahen gleich aus, allerdings waren meine Hände deutlich heller/weißer.

4. "Teigig" kann ich nicht ganz zuordnen bzw. weiß es nicht mehr.

5. Hast du schon mal eine professionelle (Triggerpunkt)Massage bekommen?

6. Ich trage auch sehr gerne am PC entweder Armstulpen oder etwas langärmliches.

7. Du solltest solche längeren Texte unbedingt mit einer Spracherkennung tippen, das ist aus meiner Sicht das mit Abstand beste "ergonomische" Eingabegerät. http://www.repetitive-strain-injury.de/arbeitsplatzausstattung.php#spracherkennung

Alles Gute
Clemens


Hinzugefügt: October 17, 2012
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Hallo zusammen. Ich leide seit ca. 10 Jahren an RSI, dies wurde aber leider nie so diagnostiziert, sondern ich wurde von Spezialist zu Spezialist geschickt, ohne dass festgestellt wurde, was ich habe. Mittlerweile sind die Schmerzen sehr stark und vermutlich chronisch. Leider finde ich trotz Bemühungen keine Anlaufstelle in der Schweiz (Raum Aarau, Zürich) die sich mit RSI auskennt und eine Therapie/Behandlung vorschlagen könnte. Kann mir vielleicht hier jemand helfen? Langsam aber sicher bin ich am verzweifeln Ich wäre ja schon glücklich, wenn ich einen Physiotherapeuten finden würde, der weiss was RSI ist
Bin für jede Hilfe dankbar.
Gruss, Marco

Antwort: Hallo Marco,

in der Schweiz kenne ich leider noch keinen guten Therapeuten, bin aber natürlich über jede Empfehlung dankbar! http://www.repetitive-strain-injury.de/therapeuten.php

Es gibt in Zürich allerdings ein sehr kompetentes Ergonomiefachgeschäft, dort kann man dir vielleicht einen Tipp geben! http://www.me-first.ch

Alles Gute
Clemens


Hinzugefügt: October 16, 2012
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Bin froh, dass ich auf diese Seite gestoßen bin und werde einige dieser übungen auf alle Fälle machen. Ich bin seit einem Jahr betroffen. Physiotherapie hat bei mir gut angeschlagen. Zumindest sind meine Nacken und Schulterprobleme fast weg. Nur der rechte Arm ist noch betroffen mit Kribbeln und Engegefühle etc. Ich versuche jetzt mit links zu arbeiten. Ich setze große Hoffnung in eine Ostheopatie-Behandlung, die ich nächste Woche anfange. Zusätzlich bewege ich mich viel (auf dem Trampolin) und mache täglich meine Dehnübungen. Lange zeit habe ich versucht mit Wärmekissen und Hitzecremes zu helfen, das ist auch kurzzeitig ganz gut. Schmerztabletten (Ibuprofen) wirken so gut wie gar nicht, leider! Ich hoffe, dass ich bald alles in den griff bekomme um wieder voll arbeiten zu können. Grüße und danke für diese informative Seite Ramona

Antwort: Ich wünsche dir alles Gute Ramona!

Clemens


Hinzugefügt: September 25, 2012
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Vielen Dank, Madeleine, für deinen Tipp!

Ich bräuchte dann aber dummerweise ein solches Spracherkennungssystem für 3 Sprachen, da ich zwei Fremdsprachen studiere...

Aber es wäre auf jeden Fall schon mal ein Ansatzpunkt und vllt. sogar (zumindest in der Sprache, die ich im Moment für die Examensarbeit brauche) umzusetzen. Ich werde mir das mal durch den Kopf gehen lassen.

Liebe Grüße - Jana

Antwort: Hallo Jana,

welche Sprachen studierst du denn? Die Premium Variante von Dragon NaturallySpeaking unterstützt von Haus aus Deutsch und Englisch. Italienisch, Spanisch und Niederländisch können hinzugekauft werden.

Viele Grüße
Clemens

PS: Alle meine Texte sind übrigens überwiegend mit Dragon geschrieben.


Hinzugefügt: September 13, 2012
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Hallo Jana,

Dein Bericht erinnert mich an meine Problematik mit den Armen sie trat auch erstmals kurz vor der Examensphase auf. Ich empfehle Dir daher vor allem in Bezug auf Dein Studium, Dir eine Spracherkennungssoftware (Dragon) zu kaufen und damit zu arbeiten. Die Software ist zwar nicht ganz billig,aber eine starke Erleichterung bei der Computerarbeit.Ich arbeite nach wie vor damit.

Alles Gute für Dich!
Madeleine

Antwort: Das sehe ich absolut genauso, Spracherkennung ist für Vielschreiber unersetzlich!
Viele Grüße
Clemens


Hinzugefügt: September 13, 2012
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Hallo,

durch intensive Suche meiner Symptome bin ich auf Ihre sehr informative und hilfreiche website gestoßen. Erstmal ein großes Lob dafür - ich bin mir sicher, dass Sie vielen Betroffenen oder Interessierten damit sehr weiterhelfen konnten. So auch mir!

Eigentlich begannen meine Beschwerden bereits 2006, als ich als Au-Pair über mehrere Wochen hinweg eine sehr ungute und letztlich schmerzhafte Haltung (abgeknickte Handgelenke, zu hoher Stuhl usw.) an einem vor Ort fest installierten PC einnehmen musste. Dort hatte ich das erste Mal diese typischen Schmerzen im rechten Handgelenk, Ellbogen und in der Schulter. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland (und weniger PC-Arbeit) gingen die Schmerzen aber wieder zurück. Dadurch hatte ich die Schmerzen auch immer direkt mit der PC-Nutzung in Verbindung gebracht und nicht, wie wohl viele Betroffene (was ich auf Ihrer website gelesen habe), auf andere Ursachen zurückgeführt.

Zu Beginn meines Studiums hielt sich die PC-Arbeit in Grenzen, da ich vieles handschriftlich notiert habe. Außerdem bin ich Linkshänder, arbeite aber mit einer normalen Rechtshänder-Maus-Einstellung, wodurch sich die Belastung evtl. ein wenig ausgeglichener gestaltet hat. Die Schmerzen traten jedoch sporadisch, bei Belastung (während der Semesterferien, wenn das Schreiben von Hausarbeiten anstand), immer wieder auf: hauptsächlich mein rechter Unterarm, Handgelenk, Ellbogen, bis hoch in die Schulter ein sehr unangenehmer Schmerz und extreme Berührungsempfindlichkeit auch an der Haut in diesen Bereichen.

2009 habe ich den Studienort gewechselt und bin leider in ein modularisiertes Studium gekommen. Seither musste ich viel mehr am PC schreiben, viel öfter Hausarbeiten anfertigen usw. Im Sommer / Herbst 2011 wurde es nach ca. 8 Wochen intensivster PC-Arbeit, davon ca. 2-3 Wochen extreme Internet-Recherche (also mehr Scrollen und Klicken als Tippen), so schlimm im rechten Handgelenk und Arm, dass ich einen Arzt aufgesucht habe. Ich konnte in der schmerzhaftesten Phase meinen rechten Arm am Schreibtisch gar nicht mehr benutzen / auflegen, habe ihn neben mir in einer "Dehnposition" ausgestreckt über meinem Kopf an die Wand gelehnt und einhändig mit links weitergetippt... Die Diagnose lautete dann Sehnenscheidenentzündung, ich bekam eine Schiene zum Ruhigstellen des Handgelenks und sollte mich schonen.

Im Folgenden war ich für 2 Monate krankgeschrieben und konnte dadurch auch in dieser Zeit eine Pause am PC einlegen. Die Beschwerden nahmen stark ab und im neuen Semester konnte (musste) ich die restlichen Hausarbeiten fertigstellen und mein Studium fortsetzen. Die Schmerzen sind aber nie ganz abgeklungen. Immer, wenn ich mich wieder (in der Bibliothek, in der gleichen Haltung usw.) an den PC begeben habe, kamen sie mehr oder weniger wieder.

Seit diesem Sommer schreibe ich jetzt an meiner Examensarbeit, in einigen Wochen ist Abgabetermin. Da ich nun seit Monaten wieder vermehrt am PC sitze, haben sich auch meine Beschwerden wieder vermehrt.Im Moment sind die Schmerzen im rechten Arm, vom Handgelenk bis in die Schulter, am stärksten. Zusätzlich habe ich im linken Handgelenk schon bei geringer Berührung starke Schmerzen.

Das Problem ist, dass ich kurzfristig keine Möglichkeit sehe, meinen Arbeitsplatz komplett ändern zu können (fianziell gesehen). Ich versuche bereits, eine möglichst ergonomische Arm-, Rücken- und Handhaltung umzusetzen, habe zusätzlich unter beiden Armen weiche Schals, damit die Arme nicht tiefer liegen als die Tastatur und nicht auf der kalten Tischplatte aufliegen.

Nach dem Durchlesen Ihrer Tipps habe ich außerdem festgestellt, dass ich automatisch schon einiges richtig gemacht habe / hatte in den letzten Jahren - Dehnübungen, Pausen, richtige Sitzhaltung, Maus mit beiden Händen benutzen, Tastenkombinationen statt Mausklick verwenden usw.
Trotzdem wird es im Moment von Tag zu Tag schlechter. Auch in Ruhepausen (abends, nach getaner Arbeit oder morgens) "spüre" ich den ganzen Arm, bei ähnlichen Belastungen wie am PC kommt auch sofort der Schmerz wieder... Eine längere Pause am PC kann ich mir aus oben genanntem Grund im Moment nicht gönnen, im Moment verbringe ich ca. 6-12 StundenDes Weiteren schreibe ich im Frühjahr 2013 meine Examensprüfungen und werde mich auch hierfür viel am PC vorbereiten müssen. Das heißt, bis Mai 2013 habe ich eigentlich keine Zeit, mich auszukurieren... täglich am PC.

Des Weiteren schreibe ich im Frühjahr 2013 meine Examensprüfungen und werde mich auch hierfür in den kommenden Monaten viel am PC vorbereiten müssen. Das heißt, bis Mai 2013 habe ich eigentlich keine Zeit, mich auszukurieren...

Ist es sinnvoll, das alles jetzt noch bis zum Abgabetermin der Arbeit und bis zu den Examensprüfungen "durchzuziehen"? Oder muss ich, um chronische Schäden zu vermeiden, jetzt aufhören mit der Arbeit am PC?

Sie haben geschrieben, dass Sie Ihr Studium abbrechen mussten, um die RSI-Probleme auszukurieren. Davor graut es mir ziemlich, weil ich durch den Wechsel des Uni-Orts schon ca. 2 1/2 Jahre "verloren" habe und jetzt, nach 7 Jahren Studium, nur noch fertig werden möchte...

Morgen habe ich erneut einen Termin beim Orthopäden, ich hoffe, RSI sagt ihm überhaupt etwas...

Mit freundlichen Grüßen

Jana

Antwort: Hallo Jana (ich duze einfach mal),

da deine Schmerzen primär auf der rechten Seite auftreten, scheint die Maus auch eine große Rolle zu spielen. Dazu findest du auch einige Hinweise auf meiner Seite: u.a. auch mal mit links bedienen, Hand nicht auf der Maus liegen lassen bei Inaktivität, ergonomisch geformte Maus nutzen, Maus nahe am Bauchnabel bewegen (=so eng am Körper wie möglich).

Ich habe es auch als sehr angenehm empfunden, immer etwas lang ärmliches anzuhaben. Den blanken Arm auf der Tischplatte liegen zu haben war nicht gut.

Wie Madeleine schon als Antwort geschrieben hat, solltest du unbedingt Spracherkennung ausprobieren (http://www.repetitive-strain-injury.de/arbeitsplatzausstattung.php#spracherkennung). Du wirst nichts entlastenderes finden als das. Für Personen die viel schreiben gibt es kein auch nur annähernd vergleichbares Hilfmittel.

Damit solltest du einen Abbruch vermeiden können, da seine Mail ganz optimistisch! Wichtig ist, dass du dich ein paar Tage an die Spracherkennung gewöhnst, danach sollte es gut klappen.

Alles Gute und viel Glück morgen beim Orthopäden
Clemens


Hinzugefügt: September 13, 2012
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Danke erstmal für diese Seite, denn obwohl ich noch nicht weiß, wie es mit meiner Heilung weitergehen oder besser beginnen soll, hilft es sehr zu wissen, dass es einen Begriff dafür gibt... Ich hätte gerne in einem Erfahrungsbericht meine Geschichte erzählt und auch die Umstände, die mE dazu führten und führen. Leider habe ich keine Heilungsgeschichte vorzuweisen.

Ich leide seit über 10 Jahren an Schmerzen in beiden Handgelenken, phasenweise auftretend und dabei teilweise sehr einschränkend. Ich habe das als "normal abnormal" hingenommen und lebe damit, weil mir nichts bisher Linderung oder gar Heilung verschaffen konnte. Jetzt wird mir jedoch bewusst, dass ich etwas tun muss und dabei auch einiges vor mir habe...
Was kann ich gegen akute Schmerzen unternehmen, helfen Bandagen oder sind Sie eher kontraproduktiv? Nutzen Sie vorbeugend? Gelenk kalt oder warm halten oder wechselnd? Kann ich mit Sport, den ich gerade zur Stärkung v. a. meiner Rückenmuskulatur (Sitzhaltung etc) begonnen habe, weitermachen oder muss ich auf Gerätetraining verzichten? Kann/Sollte ich bei Schmerzen Dehnübungen machen? Da ich die Schmerzen bisher als Teil meines Lebens akzeptiert habe bin ich ängstlich, kann ich selbst sagen wann es "genug" ist und ich aufhören sollte und wann es "gerade noch geht" und die Dehnungsübungen machen kann und sollte, weil es langfristig helfen wird? Ich habe bis jetzt keinem Arzt davon berichtet oder Diagnosen erhalten, an welchen Arzt sollte ich mich wenden (Hausarzt, dann Physiotherapie?) und wie kann ich sensibilisieren vor allem im Hinblick auf meine lange Schmerzgeschichte? Ich habe Angst, dass ich mit meinen Schmerzen nicht ernst genommen werde, wie das im täglichen Leben und mit Mitmenschen oft der Fall war ("Du kannst die Wasserflasche nicht anheben? Ist nicht dein Ernst, stell dich nicht so an.") Wie gut sind die Aussichten, dass ich langfristig beschwerdefrei werden kann? Wie kann ich an meinem PC-Arbeitsplatz Unterstützung erhalten (Anschaffung von ergon. Tastatur o. ä.)? Nutzt eine Umstellung auf ein anderes Tastaturlayout (z. b. Neo)?

Ich würde mich sehr freuen wenn Sie die Zeit fänden, mit mir direkt Kontakt aufzunehmen und mir einige der vielen Fragen zu beantworten und sich mit meinem Krankheitsverlauf zu beschäftigen... Die Fülle der Informationen auf Ihrer Seite überfordert mich gerade noch etwas und ich möchte nicht mit übereifer noch etwas verschlimmern.

Danke und viele Grüße!

Antwort: Hallo Tanja,

es überrascht mich, dass Sie bei einer solch langen Schmerzhistorie noch keinen Arzt aufgesucht haben! Das empfehle ich Ihnen sehr dringend! Oft haben ärzte bei dieser Art von Schmerzen zwar auch kein Allheilmittel parat, aber ein Versuch ist es wert und außerdem können sie zumindest andere Krankheiten abklären.

Ihre Fragen werden auf meiner Seite bzw. in meinem Buch geklärt. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, diese umfangreichen Informationen zu studieren, bevor Sie überstürzt irgendetwas unternehmen. Deshalb nun nur sehr knappe Antworten von mir:

Bandagen => bei akuten Schmerzen vorübergehend empfehlenswert, vorbeugend würde ich sie nicht nutzen (kommt allerdings auf die konkrete Arbeit an)

Kalt/warm => Anfangs kalt, später warm (war zumindest bei mir so)

Krafttraining => in der akuten Schmerzphase lieber nicht, höchstens z.B. Rumpfkräftigung ohne größere Belastung der Hände

Dehnen => bei Schwellung nein, bei Schmerzen ganz locker anfangen (siehe http://www.repetitive-strain-injury.de/behandlungssplaene.php) und immer auf den eigenen Körper hören!

ärzte => Hausarzt > Orthopäde + Neurologe > Physiotherapeutin

Aussichten => falls die ärztlichen Untersuchungen keine anderen Ursachen feststellen, stehen die Heilungschancen bei gewissenhafter Anwendung der ganzen Hinweise ganz gut. Nach einer solch langen Schmerzphase dürfen Sie aber keine schnellen Wunder erwarten (Zeithorizont: Monate)

PC-Arbeitsplatz => http://www.repetitive-strain-injury.de/arbeitsplatzausstattung.php

Neo => ja

Alles Gute
Clemens


Hinzugefügt: August 5, 2012
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Hallo,

was kann ich am besten gegen das de quervain syndrom machen?

MFG

Antwort: Hallo Tom,

in dem Bereich bin ich ohne persönliche Erfahrung. Aber nachdem was ich gelesen habe, sind die ersten Maßnahmen ähnlich der hier dargestellten (überlastungsursache herausfinden, halbwegs ruhigstellen, kühlen). Zusätzlich sind die Möglichkeiten der erfolgsversprechenden Operation in diesem Fall anscheinend deutlich größer als z.B. bei diffuseren Handgelenksschmerzen. Auf jeden Fall mit einem Arzt abklären!

Alles Gute
Clemens


Hinzugefügt: July 26, 2012
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Hallo, haben Sie einen Tipp für die Hand und Armposition während des einschlafens? Da ich auch unter RSI leide und morgens immer ein starkes "klemmegefühl" in den Händen und Fingern habe...

Antwort: Hallo Mike,

schlafen Sie bereits auf dem Rücken? Falls die Hände abknicken und dann einschlafen kann ich Handgelenksbandagen empfehlen. Diese nur ganz locker anlegen, das reicht um ein Abknicken in der Nacht zu verhindern (habe ich anfangs auch beim schlafen benutzt). Z.B. diese hier: http://www.amazon.de/dp/B000N980MI/?tag=rsi-21

Alles Gute
Clemens


Hinzugefügt: July 24, 2012
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Hallo erstmal,
ich habe jetzt schon echt viel im internet über das was mit meinem Arm los ist rechergiert und hoffe nun das ich hier die passenden Antworten finde!
Ich habe vor 5 Jahren die Diagnose Tennis + Golfarm gehabt. Ich habe zu der Zeit in der Datenerfassung Werbeforschung d.h. ich habe den ganzen Tag (9 Std.) Zahlen eingegeben und dann kam nach einem Jahr noch das neue Erfassungssystem hinzu wo mann ungelogen und wirklich ausgerechnet und mitgezählt 60 000 kliks in 9 Stunden macht. Ich sag das nur so weil mir das immer keiner glaubt!!! Am Freitag einer jeden Woche hat mein Arm vibriert und ich hatte überlastungsschmerzen in der Schulter. Vor 3 Jahren hat mir dann ein findiger Neurologe attestiert, das ich diese Tätigkeit nicht mehr ausüben könne. Daraufhin wurde ich in eine andere Abteilung versetzt und habe jetzt mehr Abwechslung in meiner Tätigkeit. Ich mache viel Sport, auch Hanteltraining. Schmerzen habe ich jetzt keine mehr. Mein grosses Problem ist, und dabei frage ich mich ob es noch nachwirkungen von der Belastung sind und ob diese auch möglichst bald wieder weggehen o.k. Ich habe eine extrem starken Tremor in dem Arm, so stark, das er mir das alltägliche Leben schwer macht, ds Zähne putzen wird zum horror die Kaffeetasse von A nach B geht nicht ohne überschwemmung.
Ach ja die grossen Krankheiten wie MS und Parkinson habe ich schon abgeklärt meine Nervenbahnen im Hirn und Rückenmark zeigen keine Auffälligkeiten.

Wie gefragt hast Du schon ml von einem Tremor(starkes Zittern) des Armes gehört???

Antwort: Hallo,

von einem starken Zittern in Verbindung mit RSI habe ich persönlich noch von keinem Betroffenen gehört.
Allerdings erwähnen einige (englischsprachige) Internetseiten solch eine Verbindung, möglich ist es anscheinend also (http://www.rsihelp.com/about_rsi.shtml).

Abgesehen von den ganzen Tipps auf meiner Seite habe ich allerdings leider keinen zusätzlichen Hinweis für dich.

Trotzdem alles Gute
Clemens


Hinzugefügt: July 2, 2012
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