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Falls Sie Tipps für den Umgang mit RSI haben, würde ich sie gerne unter "Weitere Erfahrungsberichte" veröffentlichen.
Bitte schicken Sie Ihren Bericht an die dort angegebene E-Mail-Adresse.


RSI-Syndrom Gästebuch




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..."sich die mit RSI verbundenen jährlichen Kosten für Arbeitgeber in den USA auf 120 Milliarden Dollar summieren"...????
Rechnen Sie doch mal kurz nach...bei angenommenen angefallenen Kosten von $1.200 pro Patient wären 100 Mio Amerikaner betroffen oder bei $12.000 Kosten immer noch 10 Mio.

Antwort: Hallo Theo,

in dem von mir zitierten Dokument des "United States Department of Labor" https://www.osha.gov/pls/oshaweb/owadisp.show_document?p_table=SPEECHES&p_id=206 geht es um Schmerzen aufgrund von wiederholten Bewegungen (also nicht nur PC-Arbeit).
Die erwähnte Zahl setzt sich folgendermaßen zusammen: "One in every three workers' compensation dollars pays for RSIs. In all, insurers awarded an estimated 2.73 million workers' compensation claims for RSIs in 1993, costing employers more than $20 billion. Indirect costs to employers are estimated to be five times that amount -- $100 billion. One major insurance company estimated the individual cost per claim to be $8,000, or double the average claim for other injuries or illnesses."


Hinzugefügt: September 28, 2014
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Die Ergonomie ist ein wichtiges und unterschätztes Thema.

Diese Webseite ist daher sehr wichtig und einer der Besseren.
Vorallem weil hier die richtigen Neigung der Tastatur beachtet wird. Viele Ergo-Webseiten stellen immernoch die umgekehrt, gängige und falsche Neigung als richtig da.

Mir fehlen hier dennoch drei Punkte.

1. Den Vorschlag mit der Mauswechsel auf links mache ich oft und schön zu sehen daß das auch hier gemacht wird.
Aber ich bin überrascht, daß die beste Methode zur Vorbeugung von Maus-Schmerzen nicht erwähnt wird:
Weniger Maus, mehr Tastatur-kürzel

2. Die zurecht erkannte falsche Handstellung an der Tastatur ist nicht nur durch eine Andersartige richtig zu stellen, es geht auch auf eine normale.
Besonders weil man bei der falsche Handstellung die Zehn-Finger-Technik nicht optimal einsetzen kann; bei der richtigen Schrägstellung kommt man auch mit dem kurzen Finger an die korrespondierenden Tasten viel besser.

3. Es wird richtig auf die Bildschirmhelligkeit hingewiesen, aber auf alle Faktoren zur Vermeidung von Problemen.

Nicht nur die eigentliche Helligkeit kann herabgesetzt werden, sondern auch die Farbwahl ist entscheidend.
Schwarz auf weiß ist gut wenn man auf Papier liest; das Papier reflektiert das Licht, passiv.
Auf dem Bildschirm ist dies schlecht, denn der Schirm strahl das Licht aus, aktiv.
Dauerhaft auf den weißen Bildschirm zu schauen ist (wie) dauerhaft in eine Glühbirne schauen.

Vorschlag: ändern der Hintergrundfarbe von weiß in Beige (RGB: 170, 155, 124 oder ähnlich).
Dies ist ungefähr die Farbe von Pergamentpapier - also wenig gewöhnungsbedürtig - und ist bei einer aktiven Leuchtquelle angenehmer und vor allem gesunder für die Augen.

Antwort: Hallo Hogan,

vielen Dank für deine Rückmeldung, ich gehe im folgenden gerne auf alle drei Punkte ein:

1. Die verstärkte Nutzung von Tastenkombinationen halte ich ebenfalls für sehr sinnvoll! Dazu gibt es auch von mir einen Absatz auf dieser Seite: http://www.repetitive-strain-injury.de/verhalten-am-arbeitsplatz.php Dort befindet sich auch eine Tabelle mit den in meinen Augen wichtigsten Tastenkombinationen.

2. Eine etwas schrägere Haltung ist auch bei normalen Tastaturen möglich, das sehe ich auch. Allerdings gefallen mir solche mit geteiltem Buchstabenblock besser, das ist aber sicherlich eine recht persönliche Entscheidung.

3. Gibt es da eine praktikable Umsetzungsmöglichkeit bei Windows-Systemen? Also alle sehr hellen Farben etwas abdunkeln? Falls jemand dazu etwas weiß, gerne melden!

Viele Grüße
Clemens


Hinzugefügt: August 22, 2014
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Hallo,

schon seit längerem Besuche ich regelmässig diese Website und verfolge mit großem Interesse die Einträge.

Seit 2011 habe ich massive Beschwerden beider Hände mit wechselnder Intensität.
Ständige Arbeitsausfälle durch starke Schmerzen und absolute grauenhafte Fehlbehandlungen durch Orthopäden habe mich fast in den Wahnsinn getrieben.

Durch Dein Buch, lieber Clemens, habe ich wieder neue Hoffnung geschöpft und bin, jetzt nach 6 Monate andauernder Arbeitsunfähigkeit, endlich zu einen Arzt gekommen der RSI kennt und behandelt.

Ich wünsche mir sehr bald wieder ohne Schmerzen und arbeitsfähig zu sein.

Ich mache mehrmals täglich die Dehnübungen und habe mit einer ZRT Matrix Therapie begonnen.

Ohne diese Website, das Buch und die Therapeutenliste wäre ich noch lange nicht so weit!

Vielen Dank

Antwort: Das freut mich zu hören und ich drücke meine Daumen für deine schnelle Heilung!


Hinzugefügt: June 4, 2014
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Hallo Clemens,

habe etwas vergessen zu schreiben.

In unserer Firma findet in Abständen eine Einweisung "Bildschirmarbeitsplatz" statt.

Ich soll diese Einweisung auch unterschreiben, habe mich bisher davor gedrückt, weil ich, wenn ich so arbeiten würde, wie der Herr vom TüV das vorstellt und darauf hinweist, ich innerhalb kürzester Zeit wieder auf vollem Schmerzlevel wäre.

Es ist traurig, dass noch nicht alle "Fachkundigen" wie sie sich nennen, die Bildschirmarbeit unter RSI-Aspekten vorstellen.


Hinzugefügt: May 11, 2014
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Hallo,

ich bin schon über 50. Seit meinem 15 Lebensjahr arbeite ich im Büro (schnell und blind Eingaben über Rechenmaschine "und auf die alten Dinger musste man noch hart aufschlagen", später PC - überwiegend Zahlenfeld, dann vor einigen Jahren eine Programmumstellung bei der und nach der viele Mausklicks erforderlich sind). Ich habe immer viel und schnell gearbeitet. Heute weiss ich, dass ich in jahrelangem Akkord meinen Arm zerstört habe.

Vor zwei Jahren hatte ich innerhalb von 6 Monaten so bestialische Schmerzen, das ich mir nicht mehr
vorstellen konnte, damit weiter leben zu können. Es fing an mit Schmerzen im Handgelenk, die Finger wurden taub und kalt, Krämpfe Oberseite Unterarm, dann Unterseite Oberarm, über die Achselhöhle in die Brust.

Hausarzt... Mausarm, eine Woche ruhen und dann wieder alles gut (meinte er!). Es wurde schlimmer und schlimmer, der Schmerz schlug auf den anderen Arm rüber. Ich dachte schon, ich sei verrückt. Nervenarzt die Nervenbahnen messen... überarbeitung war die Diagnose. Sonst nichts. Wieder keine Hilfe! Orthopäde ... HWS und Bandscheibenvorfall, daher kämen die Schmerzen. Amublandte Reha, nichts half.

Dann bin ich über Internet auf RSI und das Buch RSI-Syndrom gestoßen und wusste, dass ich doch nicht eingebildet krank bin.

Ein Architekt hat mir dann noch den Tip gegeben, eine ganz flache Tastatur zu nutzen.

Nach zwei Monaten AU musste ich wieder arbeiten (ich sollte schon ausrangiert werden, weil meine Hand nicht mehr funktioniert, "soviel zu meinem Arbeitgeber".

Habe dann 6 Monate nicht mehr Vollzeit gearbeitet und Eingabetätigkeiten an Azubis übertragen.

Arbeitsgerätschaften geändert (Tastatur, Vertikalmaus). Arbeiten mit anderer Maus löst nach zwei Minuten wieder Schmerzen aus. Meinen Arm immer warm gehalten, Pausen eingelegt, Finger/Armübungen gemacht. Und vor allem die Arbeit am Laptop sehr verändert, da dies auch mit ein Grund für die Verschlimmerung der Schmerzen war. (Zu weit vorne, Unterarm nur halb auf Tisch etc.).

Vor 2 Jahren war ich dann noch bei der TU Darmstadt zu einem WE-Seminar "RSI". Das hat mir auch nochmal geholfen, mein Krankheitsbild besser zu erkennen und die Maßnahmen, die ich ergreifen muss, damit es mir nicht wieder so schlecht geht. Erschreckend war für mich, wie jung die anderen RSI-geschädigten Teilnehmer dort waren und wie unterschiedlich sich RSI äußert.

Bin jetzt max. auf einem Schmerzlevel von 7 von 10, wenn ich meine Stressmonate im Büro habe. Und bei 1 von 10, wenns super läuft.

Finde es total traurig, dass so wenig ärzte RSI kennen und die solch Humbuck veranstalten, Diagnosen zu stellen und Medikamente zu verschreiben, Spritzen zu geben, ohne eigentlich zu wissen, worum es sich geht und wie dem Patienten zu helfen wäre.

Das Buch RSI-Syndrom war für mich der erste Lichtblick im Dunkel der Schmerzen. Vielen Dank dafür! Das ich heute überwiegend schmerzfreie Zeiten habe, verdanke ich zum großen Teil diesen Infos und nicht den ärzten.

Ich hoffe, dass RSI auch der breiten Bevölkerungsschicht bekannt wird und die zuständigen Stellen hiervor nicht mehr die Augen schließen und das RSI-Syndrom ignorieren.

Antwort: Hallo Silvia,

vielen lieben Dank für deine umfangreiche Rückmeldung! Dein Krankheitsverlauf kommt mir recht bekannt vor, leider sind wir damit keine Einzelfälle.
Ich drücke dir die Daumen für einen weiteren erfolgreichen Heilungsverlauf!

Mit deinem Einverständnis würde ich deinen Gästebucheintrag auch sehr gerne auf der Seite "Weitere Erfahrungsberichte" http://www.repetitive-strain-injury.de/weitere-erfahrungsberichte.php aufnehmen. Schreib mir doch gerne eine kurze Mail, falls das ok ist.

Alles Gute weiterhin
Clemens


Hinzugefügt: May 11, 2014
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Hallo, ich bin über 50 Jahre und arbeite schon lange in einem Rechenzentrum am PC. Seit einigen Monaten wurde das Tippen immer unangenehmer. Mit Ihren Tipps - (kein 10-Finger-Schreibsystem mehr, Dehnübungen) und vor allem mit diesem tollen Maus-Klick-Programm kann ich meine Arbeit weiter machen. Das Programm nenne ich "SELBST-ist-die-Maus Vielen Dank für die Bereitstellung des Programms und viel Segen für Ihre Vorsorge-und-Erste-Hilfe-Informationen. Basma

Antwort: Hallo Basma,

vielen Dank für die lieben Worte und alles Gute wünsche ich Ihnen weiterhin!

Clemens Conrad


Hinzugefügt: April 23, 2014
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Hallo,

Ich möchte mich recht herzlich bei dir für diese Website bedanken. Ich leide bereits seit über 5 Jahren an sehr ähnlichen Schmerzen wie du sie beschrieben hast und war bereits bei unzähligen ärzten, deine Website hat es mir endlich ermöglicht wieder halbwegs schmerzfrei leben zu können. Ich hoffe bald vollkommen davon befreit zu sein. Vielen Dank und liebe Grüße

Antwort: Hallo Markus,

vielen Dank für deinen Beitrag und alles Gute wünsche ich dir!
Clemens


Hinzugefügt: April 19, 2014
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Hallo Clemens,

ich bin ein junger Mann im Alter von 22 und leide an Schmerzen in beiden Handgelenken. Durch die Schmerzen, welche so richtig vor 8-9 Monaten angefangen haben, musste ich bis heute auf Fitnesstraining sowie Gitarrenspielen verzichten. Beides belastete mich sehr, denn diese beiden Hobbys waren so ziemlich das einzige Ventil, wo ich meinen Stress ablassen konnte. Vereinzelt hatte ich schon richtig deppressive Tage.

Angefangen hat alles, nachdem ich beim Trainieren einen Schmerz im rechten Handgelenk gespürt habe. Daraufhin habe ich das Training pausiert, bis heute. 2-3 Monate nach Anfang der Trainingspause hat mein linkes Handgelenk angefangen zu schmerzen, völlig ohne jegliches Trauma oder ähnliches.

Dann begannen die Schmerzen sehr merkwürdige Ausmaße anzunehmen, in beiden Handgelenken. Sehnen die vorher überhaupt nicht geschmerzt haben fingen an plötzlich zu schmerzen. Die Schmerzen sind am wandern, völlig spontan und treten bei alltäglichen Bewegungen auf. Mal schmerzt es daumenseitig, mal kleinfingerseitig, mal auf der Streckseite, mal auf der Beugeseite, mal in der Mitte, mal in den Fingern... Ich habe weder Schwellungen, noch Rötüngen oder Erwärmungen. äußerlich sieht man überhaupt nichts und auf Druck schmerzen die Sehnen auch nicht.

Ich habe in der Zeit penibelst darauf geachtet, meine Handgelenke zu schonen. Der Orthopäde konnte nichts finden und verschrieb mir eine Bandage, welche wie zu erwarten, natürlich nichts brachte.

Ich habe heute durch Zufall deine Seite gefunden und ich könnte meinen dein Bericht ist von mir. Dehnübungen habe ich irgendwann vor ein paar Monaten auch mal gemacht und die Beschwerden wurden schlimmer, so dass ich es sofort wieder sein gelassen habe. Ich bin Student und arbeite öfters am Computer, so wie viele andere auch hier. Obwohl ich denke, meine Beschwerden kommen nicht direkt von PC-Arbeiten, denke ich doch, dass diese durchaus mein Handgelenk instabiler gemacht haben.

Allerdings macht mir deine Internetseite viel Mut und ich hoffe, dadurch meine Probleme in den Griff zu kriegen.

Antwort: Hallo Kevin,

probiere die zahlreichen Vorschlägen von meiner Seite bzw. den weiteren Erfahrungsberichten aus und finde das für dich im Moment hilfreichste. Jeder Körper reagiert anders, du wirst merken, was dir guttut. Wichtig ist allerdings immer, dass man es insbesondere am Anfang nicht übertreibt (zum Beispiel Dehnübungen zu stark, das war bei mir ja auch ein Problem).
Ich drücke dir die Daumen!
Clemens


Hinzugefügt: April 5, 2014
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Hallo Clemens,
ich bin sehr froh, dass ich diese Webseite entdeckt habe und bin dir sehr dankbar für die umfassenden Informationen, die du hier gibst.
Ich bin 62, sitze vorwiegend am PC als Freiberuflerin und habe seit ein paar Jahren Schmerzen, vor allem in der rechten Hand. Ich habe mich schon seit längerem umgestellt auf das Arbeiten mit zwei Mäusen links und rechts. Das bringt zwar etwas Erleichterung, aber mittlerweile spüre ich auch schon die Belastung in der linken Hand und in den Armen und Schultern.
Die Schilderung deiner Krankheitsgeschichte ist leider sehr typisch. Ich habe auch schnell gemerkt, dass mir Orthopäden nicht weiterhelfen konnten. Außer Medikamenten, Stützbändern und noch weiteren grausamen Methoden wie Kortisonspritzen fällt ihnen nicht viel ein. Dabei dürfte das zunehmend eine Volkskrankheit sein. Deshalb meinte ich, mich mit diesem Problem abfinden zu müssen.
Du machst mir Mut mit all deinen Tipps und deinem Heilungserfolg. Vor allem die Dehn- und Kräftigungsübungen werde ich machen. Mit der Windows-Spracherkennung habe ich auch schon mal geübt. Das werde ich weiter verfolgen. Und mir eine ergonomische Maus zulegen.
Ich mache Kraftsport in einem Studio und mir tut das gut, vor allem für die Kräftigung des Rückens und der Arme.

Ich finde es super, dass du diese Webseite geschaffen hast. Sie sollte noch viel bekannter werden.

Antwort: Hallo Karin,

danke für deinen Gästebucheintrag und alles Gute für dich!

Clemens


Hinzugefügt: March 22, 2014
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Lieber Clemens,
zunächst: vielen Dank für Deine Site! Ich habe sie erst vor wenigen Tagen entdeckt und noch nicht komplett durchgelesen; doch ein Trost ist es mir bereits zu wissen, dass ich nicht paranoid bin - bzw. dass ich mir meine Schmerzen nicht einbilde. Bitte nimm Dir etwas Geduld und lies meine Leidensstory, ich freue mich dann sehr auf Feedback. - Also: ich bin 33 und arbeite erst seit Oktober 2013 massiv am Pc; das startete mit einer Umschulung Webentwicklung. Im Januar 2013 begann ich ein Praktikum, wo ich viel Photoshop, Illustrator und Css machte. Im Februar 2013 ging ich mit geschwollener rechter Hand und starken Schmerzen in Fingern und Hand zum Orthopäden. Diagnose Sehnenscheidentzündung, Schiene, nach eineinhalb Wochen wieder ok. Anfang Mai begann ich den Job als Grafikdesigner. Von nun an 9 Stunden täglich (netto) Photoshop mit normaler Maus. Gelegentlich Ellenbogenschmerzen. September 2013: starke Schmerzen Handgelenk, Finger bei Bewegeung, innerer Unterarm, äußerer Unterarm, Ellenbogen. Orthopäde: überlastung, 2 Wochen krank geschrieben; Besserung sofort bei Ende der Belastung (also wenige Tage nachdem ich nicht mehr arbeitete.) - Danach kaufte ich eine dicke Gummimatte und legte sie auf meinen Arbeitstisch. Kurze Zeit später schon wieder Ellenbogenschmerzen, die ich ignorierte. Jetzt, also ca. 4 Monate nach der Sache im Herbst letzten Jahres, musste ich vor drei Wochen ganz plötzlich zum Arzt: sehr starke Handgelenk, Unterarm, Ellenbogen- und, neu: Schulter- und Nackenschmerzen. Am 27.2. ging ich zum Arzt, er diagnostizierte Sehnenscheidentzündung, verschrieb mir Physiotherapie und ein Schiene, die nicht das Handgelenk stützt sondern am oberen Unterarm ein Silikonkissen gegen den durch das Klicken beanspruchten Muskel kompressieren; außerdem Ibuflam 800. Krankschrift drei Tage (er wollte 2 Wochen, doch ich hab Angst um meinen Job, den ich liebe). - Eine Woche später ging ich wieder hin: Schmerzen stärker, nun auch im linken Arm. -- Um abzukürzen: jetzt seit drei Wochen beständig Schmerzen. Bin noch eine Woche krank geschrieben. Schmerzmittel (auch eines gegen Arthroseschmerzen) helfen nix. Physiotherapie tut sauweh, aber die Aktivierung der Muskeln tut gut, glaube ich. Deine Triggerpunktmassage ist auch gut, hab ich gestern ausprobiert. - Meine Frage: wenn man den Stand so betrachtet, dann habe ich doch nicht "nur" Sehnenscheidentzündung, oder? Der Arzt meinte, die "Wanderung" der Schmerzen sei normal. Aber für mich fühlt es sich nach RSI an. Muss ich jetzt meinen Job kündigen? Kann ich am 24., also in einer Woche, überhaupt arbeiten? Wie kann ich das meiner Chefin erklären (ich glaube, sie glaubt mir die Schmerzen nicht). Ich habe Riesenangst. Es hat so viele Jahre gedauert, diesen Job zu finden, den ich kann und liebe. Ich habe nämlich seit Jahren auch chronische Fuß-, Knie- und Rückenschmerzen; im Grunde tut mir alles weh. Und dieses Sitzen am PC ist eine der wenigen Sachen, die ich machen könnte. --- Hast Du eine Idee für mich? Und soll ich den Arzt auf RSI ansprechen? Wie lange kann das dauern, bis es wieder ok ist? Kann ich überhaupt bald wieder arbeiten? - Ok, das ist jetzt ein kleiner Roman geworden, sorry; aber ich habe echt Angst. Ich danke Dir für Deine Zeit und Geduld und dass Du Betroffenen Hilfe bietest! - Alles Gute Dir und danke für Antwort - - - Lilli

Antwort: Hallo Lilli,

eine Sehnenscheidenentzündung äußert sich in der Regel dadurch, dass der entsprechende Bereich verdickt ist und häufig bei Bewegungen auch knirscht. Leider wird diese Diagnose häufig von ärzten gestellt, da sie keine bessere medizinische Bezeichnung kennen. Dabei liegt dann evtl. keine klassische Sehnenscheidenentzündung vor (so war es bei mir).
Wie du schon gemerkt hast, sind Physiotherapeuten in der Regel bessere Ansprechpartner als zum Beispiel Orthopäden. Das die Schmerzen bei einer richtigen Sehnenscheidenentzündung wandern, habe ich noch nicht gehört.
Dass du zwangsläufig in deinen Job aufgeben muss, davon würde ich erst mal nicht ausgehen. Eine fortdauernde Belastung ist natürlich nicht ideal, aber ich kenne einige erfolgreiche Krankheitsverläufe von Personen, die normal (mit Hilfsmitteln und Dehnen etc.) weiter gearbeitet haben. Du musst versuchen die akuten Schmerzen unter Kontrolle zu bekommen, mir haben damals kalte Bäder im Waschbecken sehr geholfen.
Als Grafikdesignerin arbeitest du sehr viel an der Maus, allerdings solltest du - wenn mit der Arbeitsstelle vereinbar - Emails immer mit Spracherkennung schreiben (diese Antwort lasse ich komplett mit Dragon tippen). www.repetitive-strain-injury.de/arbeitsplatzausstattung.php#spracherkennung
Und dann musst du schauen, ob du deinen Arbeitsplatz weitergehend ergonomisch ergänzen kannst (es würde ja vielleicht schon helfen, wenn du eine privat beschaffte Maus anschließen dürftest).
Da du auch noch Schmerzen in anderen Körperbereichen ansprichst, informiere dich parallel auch noch über TMS (http://www.repetitive-strain-injury.de/psyche.php#tms) und "Fibromyalgie".
Solltest du den Eindruck haben, dass dein Arzt mit seinem Latein am Ende ist, suche einen anderen auf bzw. sprich RSI als Idee an. Oft stößt man auf Ablehnung bei eigenen Ideen, aber so ein letzter Versuch kann dann ja auch nicht mehr schaden.
Deine Frage nach einer möglichen Länge ist nicht pauschal zu beantworten. Manchen reicht schon die Umstellung auf eine andere Maus, bei anderen wie mir dauert es über zwei Jahre, bis eine Besserung in Sicht ist. Aber das darf dich in keinem Fall entmutigen, mein Krankheitsverlauf ist in der Intensität und Länge wohl eher ungewöhnlich.

Alles Gute!
Clemens


Hinzugefügt: February 14, 2014
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