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Falls Sie Tipps für den Umgang mit RSI haben, würde ich sie gerne unter "Weitere Erfahrungsberichte" veröffentlichen.
Bitte schicken Sie Ihren Bericht an die dort angegebene E-Mail-Adresse.


RSI-Syndrom Gästebuch





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Hallo Konrad! Ich weiß nicht, ob du das hier liest aber es würde mir wirklich die welt bedeuten, falls du antworten könntest!

Denn ich habe ein quälendes Problem welches mich in die Knie zwingt: Streckübungen generell, also die die du vorschlägst, mein Physio oder Masseur vorschlagen....VERURSACHEN SCHMERZEN im rechten Handgelenk :(

Wenn ich nicht strecken kann, kann ich keine Fortschritte in dem von dir ausgearbeiteten Plan machen, was wiederrum heißt dass ich festsitze.

Kurzer Background:
1. Schon immer viel am PC gemacht. 6-9 Monate Lang intensiv Masterarbeit geschrieben UND habe aufgehört ins Fitnesscenter zu gehen. Hatte leichte Schmerzen in Handgelenken UND Knöcheln aber habe sie ignoriert.

2. 3-4 Wochen nach Abgabe der Masterarbeit war ich am zocken....plötzlich ein scharfer Schmerz im rechten (Maus) Handgelenk. Pulsierend, wärmegefühl, Schwellung und die Hand hat sich sofort schwächer und 'fremd' angefühlt.

3. Als es nach 3 Tagen nicht besser wurde, ging ich zum Orthopäden. Dieser gab mir nur Pillen und sagte 'ruhig halten'. 90% meiner Schmerzen sind auf der Ellen (Ulnar) Seite des Unterarms, Handgelenks und Handrückens (Kleiner Finger/Ringfinger)

4. Der pulsierende Ruheschmerz ging zurück aber was blieb war das typische 'sobald ich die Hand verwende kann sie anfangen wehzutun'.
Dieser Zustand ist im Grunde Heute noch (1 Jahr später) immernoch aktuell.
Ich kann schon noch normale Sachen machen wie Essen, Türe öffnen, Handy halten. Aber was ich nicht kann ist z.B. eine Maus länger als 10min am Stück zu verwenden, Liegestützen oder STRECKÜBUNGEN (mit der rechten Hand).

5. Ich habe begonnen Maus mit links zu verwenden....3 Monate später war auch links schmerzhaft. Es hat gebrannt und es gab RSI typische Symptome aber es gab nie diesen einen Moment wie bei rechts wo plötzlich etwas stark zu Schmerzen begonnen hat. Mit links war es mehr gradual.

6. Nach 6 Monaten trotz Schienen wenig/keine Besserung. MRT zeigt: Links; 'Verändertes Gewebe im Handgelenks Bereich' Rechts; 'Partial Läsion (partialer Riss) des Diskus Triangularis'
Entzündungsflüssigkeit vorhanden in beiden Handgelenken, Ulnarer/Ellen Seite.

Meine Vermutung: Durch das viele Schreiben der Masterarbeit (14+ Std pro Tag für 6+ Monate) habe ich ordentlich die Handgelenke belastet. Dann kurz nach Abgabe der Masterarbeit beim Zocken habe ich die Geschwächten Bänder/Sehnen/was auch immer endgültig überlastet, partial Läsion ausgelöst (Auch wenn die meisten Ärzte das anzweifeln das sowas von PC Arbeit passieren kann, hier ist z.B. vom Handy zocken die Sehne gerissen: link entfernt)

Danach auf Links umgewechselt, welches ja auch schon angeschlagen war und langsam durch Mausverwendung auch das linke Handgelenk entzündet.

Also hier ist das Fazit: Generell ist rechts viel schlimmer als links. Ich habe 1x die Nervenmobilisations übung gemacht mit beiden Händen, Links ging es danach gut, rechts tat für die nächsten 3 Tage weh.

Ich war letztens 10min Schwimmen. Links war ok, rechts 3 Tage Schmerzen.

Hier Meine Fragen und Bitte beantworte diese:

1. Ich bin kurz davor für rechts eine OP zu machen und diese Läsion nähen zu lassen. Chirurg hat das so empfohlen. Denkst du das ist die richtige Entscheidung?

2. Während Links besser ist, ist es lange nicht perfekt. Manchmal brennt auch links nach Streckübungen die ich nur 1x täglich mache. Wenn ich schwere Sachen hebe fühlt sich der linke Unterarm so an als hätte er einen muskelkater und brennt. Und weil ich eine ergonomische maus mit links verwenden muss, ist dieser natürlich von haus aus mehr belastet und macht hier und da seine Probleme.
Generell aber sind beide Handgelenke am selben Punkt betroffen: Ulnare Seite (also die wo der kleine Finger ist) des Handgelenks. Rechts ist halt übler als Links.
Sind all diese Sachen normal und soll ich weitermachen? Also strecken, vorsichtig sein und weiterarbeiten?
Rheuma negativ, Blut Ok, Röntgen ok. Nur halt MRT.

3. An schlechten Tagen an denen auch links schmerzt, denke ich es wäre vielleicht besser für eine Weile den Job aufzugeben. Ich bin jung und würde es noch finanziell überleben. Karriere ist da ein anderes Thema. Denkst du es wäre eine gute Idee mich für eine Weile Krank zu schreiben/Job aufzugeben und mich auf eine Heilung zu konzentrieren?

Ich danke schon mal im Voraus! Bitte Bitte Bitte gib mir einen Hoffnungsschimmer

Antwort: Hallo Ben,

keine der vorgeschlagenen Übungen sollte beim Ausführen oder danach starke Schmerzen verursachen. Dies deutet offensichtlich darauf hin, dass dein rechtes Handgelenk etwas anderes benötigt.

Zu 1.) Bestätigt wird dies ja anscheinend durch das MRT (Läsion des Diskus Triangularis). Hierzu habe ich leider keine persönliche Erfahrung. Allerdings ist es bei RSI Symptomatiken generell so, dass man bei MRT Aufnahmen in der Regel nichts feststellt. Insofern rate ich dir die Empfehlung des Chirurgen anzunehmen und das rechte Handgelenk operieren zu lassen (gerne vorher eine zweite ärztliche Meinung einholen).
Deine Beschreibung (intensive Belastungen über einen längeren Zeitraum, auftreten jetzt auch links) klingen nach RSI bedingten Überlastungen, so das ich von einem Mischproblem ausgehen würde (RSI + Diskus Triangularis). Nach einer hoffentlich erfolgreich verlaufenden OP wirst du vermutlich etwas Zeit zur Heilung benötigen, bevor du rechts die beschriebenen Übungen vorsichtig wieder ausführen kannst. Das solltest du unbedingt mit dem Arzt bzw. einem Physiotherapeuten besprechen.

Zu 2.) Anfangs hatte ich zu intensive Kräftigungsübungen gemacht, zu viel Gewicht, zu viele Wiederholungen. Danach hatte ich auch Muskelkater in den Armen. Insbesondere wenn man die Muskulatur über mehrere Monate nicht normal belastet hat, bildet sie sich zurück.

Zu 3.) Meine persönliche Geschichte ist folgende: als eine Krankschreibung über mehrere Monate nichts Substanzielles brachte, habe ich den Job (duale Ausbildung) gekündigt und ein halbes Jahr echt pausiert + Physiotherapie. Danach Berufswechsel mit weniger IT Anteil. Heute fühle ich mich sehr gut mit dieser Entscheidung. Meine Erfahrung muss aber nicht genau deine sein, es kann gut sein, dass dein Heilungsverlauf schneller erfolgt als bei mir.

Ab einem gewissen Punkt habe ich gemerkt, dass es aufwärtsgeht. Dieser Lichtblick war sehr unterstützend bei der Heilung. Einfach immer weiter in den Schmerz hinein arbeiten würde ich nicht empfehlen, solange sich dadurch der Zustand immer weiter verschlechtert.

Abschließend möchte ich dir noch meinen allgemeinen Tipp ans Herz legen: Alles was die Blutzirkulation anregt war bei mir gut. Also gerne regelmäßig laufen gehen/Sauna/Wechselbäder... Und Spracherkennung am PC & Smartphone!

Alles Gute und berichte gerne über deine Entwicklung.
Clemens


Hinzugefügt: Dezember 31, 2019
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Hallo,

vielen Dank für diese Seite! Ich beschäftige mich seit ein paar Tagen mit TMS. Ich habe vermutlich bzw. vermeintlich ausgelöst durch das Klavierspielen in beiden Händen im Bereich der Beugesehnen sehr plötzliche und starke Schmerzen bekommen. Ich habe tatsächlich auch teilweise mehrere Stunden am Tag geübt und das Pensum recht schnell gesteigert. Aber ca. 1,5 Monate haben meine Hände das problemlos mitgemacht und von einem Tag auf den anderen war es ganz schlimm. In einem Klavierforum habe ich daraufhin viele Erfahrungsberichte mit Warnungen vor chronischen Sehnenscheidenentzündungen gelesen, teilweise mit Geschichten, dass Bekannte dann überhaupt nicht mehr spielen konnten, weil sie die Schmerzen zu lange ignoriert hätten. Dann habe ich Angst bekommen. Die Schmerzen hielten an, ich habe nicht mehr gespielt, die Hand im Alltag geschont, Dehnübungen gemacht, Kälte, Salben etc. Vor allem Ruhigstellung hat nichts gebracht - sobald ich die Hände wieder eingesetzt habe, waren die Schmerzen wieder da.
Bis ich einen Termin beim Orthopäden hatte, waren die akuten Entzündungszeichen weg (keine Schwellung, keine Überwärmung mehr), aber die Schmerzen waren noch da. Und ich habe auch wieder die inständige Warnung bekommen, mit dem Klavierspielen zu warten, bis die Schmerzen wirklich weg wären.

Dann habe ich mich im Internet über psychosomatische Ursachen bei Sehnenscheidenentzündungen informiert und bin auf das Buch von Sarno gestoßen. Es passt definitiv auf mich. Ich habe leider noch einen Restzweifel, ob nicht doch 10 % der Schmerzen körperliche bedingt sind und traue mich z. B. noch nicht länger als 20 min Klavier zu spielen, da ich dann doch wieder Schmerzen bekomme. Allerdings vermute ich, dass die Schmerzen von der Angst kommen. Grundsätzlich habe ich in den letzten Tagen bemerkt, dass ich deutlich weniger Schmerzen habe, wenn ich die Hände im Alltag nicht schone - was die Theorie von TMS wieder stützt. Die Schmerzen tauchen am ehesten dann auf, wenn ich denke "huch, ich habe ja gar keine Schmerzen", d. h. wenn ich die Aufmerksamkeit auf die Hände lenke. Aber es ist nicht leicht, sich zu überwinden, seine Hände nicht zu schonen, wenn man überall liest und gesagt bekommt, dass eine Sehnenscheidenentzündung sehr langwierig ist und man sich unbedingt schonen soll, damit sie nicht chronisch wird.

Ich hoffe, ich bekomme die Restzweifel und die Angst, meine Hände durch das Klavierspielen zu schädigen, auch noch weg.

Antwort: Hallo Katharina,

vielen Dank für deinen umfangreichen Eintrag. Aufgrund der Schilderungen halte ich eine psychische Komponente bei deinen Schmerzen für wahrscheinlich. Inwieweit zudem noch eine physische Ursache vorliegt, kann dir wahrscheinlich niemand mit Sicherheit sagen. Daher würde ich mich an den Punkt drei folgender Seite halten: https://www.repetitive-strain-injury.de/psyche.php

Alles Gute weiterhin und steuere gerne deinen Erfahrungsbericht bei, sobald du die restlichen Schmerzen auch besiegt hast.
https://www.repetitive-strain-injury.de/weitere-erfahrungsberichte.php

Clemens


Hinzugefügt: November 23, 2019
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Hallo!
Ich möchte gar nicht allzu viele Worte verlieren, jedoch möchte ich Dir gerne sagen dass deine Seite mir psychisch wirklich sehr viel weiter geholfen hat! Ich leide seit knapp 2 Jahren an einem Golferellenbogen (zumindest sagte dies mein Orthopäde...) und nun fängt auch der linke Arm an... Ich war wirklich am Boden zerstört und dachte es wird nie wieder etwas, aber Du hast mir neuen Mut gegeben. Danke dafür!

Antwort: Hallo Heri,

vielen Dank für deine Rückemldung und alles Gute! :)


Hinzugefügt: April 8, 2019
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Lieber Conrad,
du bist der Hammer und rettest mir gerade meinen job!!!!!
kannst du mich bitte kontaktieren per mail.
friederike

Antwort: Das freut mich zu hören! Ich schicke dir eine E-Mail.


Hinzugefügt: März 4, 2019
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Hallo Conrad,
vielen Dank für deine tolle und sehr informative Seite!
Kurz meine Geschichte: Ich hatte wohl schon seit vielen Jahren eine sehr ungesunde Haltung vor meinem Laptop zuhause und meinem Computer auf der Arbeit. Nacken/Kiefer und Rückenbeschwerden hatte ich schon seit Jahren immer mal wieder. Dieses Jahr hab ich (allerdings eher im Alltag, nicht in Verbindung mit dem Computer) auch immer mal ganz kurze Beschwerden in den Fingern und Im Handgelenk, zudem bisweilen eine Schwäche im rechten Oberarm. Seit dem Herbst hatte ich eine Fußverletzung, was meinen Bewegungsradius (Sport, Freizeit) einschränkte und meine Laptop-Zeit zu Hause nochmal deutlich erhöhte.

Eine Woche vor Weihnachten hatte ich plötzlich ziemlich heftige Schmerzen in beiden Handgelenken, Selbstdiagnose: Sehnenscheidenentzündung. Da es nicht besser wurde und ich auch bei einfachen Alltagsverrichtungen und auf der Arbeit beim Tippen und Klicken Schmerzen hatte, bin ich Anfang des Jahres zum Hausarzt, selbe Diagnose (etwas spezifischer: beidseitig De Quervain), er verschrieb Schienen für beide Hände. Zwei Wochen später beim (etwas überfordert wirkenden) Orthopäden, der machte die einschlägigen Tests an den Händen, wieder dieselbe Diagnose. Da ich derweil auch ziemliche Schmerzen und jetzt eine andauernde Schwäche im Oberarm hatte, machte er dort Ultraschall: Bizepsehnenentzündung. Therapievorschlag: Mit den Schienen weiter machen,Ibo-"Kur".

Eine Woche später hatte ich langsam genug, da keine Besserung, sondern mittlerweile auch diffuse Schmerzen in den Fingern und der Handoberfläche. Auch stieß ich auf deine Homepage und auf deine Warnung vor dem fortgesetzten Tragen von Schienen. Also weg damit. Die Überraschung war: An sich war meine Beweglichkeit mit den Händen recht gut, und mit dem Aufdehnen wurde es noch besser, also: im Alltag kaum noch Schmerzen, am Computer leider nach wie vor. Vor allem schwoll bei der Computerarbeit zunehmend mein unterer Unterarm an, zunehmend Schmerzen beim Tippen in den Fingern. Ich wollte es wissen, ging in die Rheumatologie einer Uniklinik, ein sehr kompetenter Professor machte ausführlich Ultraschall: Ergebnis: Alle Sehnen und Sehnenscheiden an beiden Händen unauffällig. Auch keine Bizepsehnenentzündung im Arm, maximal eine leichte Schleimbeutelentzündung in der rechten Schulter. Die Schwellungen: Oberhalb der Sehnenscheiden, wohl überreizte Muskeln, „was haben sie denn da gemacht?“. Diagnose: Vor mir sitzt ein gesunder 34-jähriger Mann. Aha. In der Tat fühlte ich mich kurzfristig besser, teste im Überschwang alle Dehnübungen und auch ein paar leichte Kraftübungen aus – das war wohl zu viel für meine Arme, die noch etwas anschwillten, wobei: Eine (starke) Schwellung ist das gar nicht, eher eine Verdickung des Muskels, der vom Daumen schräg den Unterarm hochzieht. Hier gibt es viele Muskel“knubbel“, Dellen, und bei Computerbelastung wird es noch etwas dicker und warm. Was kann das sein: Muskelverhärtung- oder entzündung? Oder vielleicht auch irgendwie das Ergebnis von drei Wochen Schienen, gestaute Lymphflüssigkeit?

Vor allem ist die Frage natürlich: RSI? Es spricht vieles dafür. Auf der positiven Seite: Es geht akut erst fünf Wochen, also ist es wohl noch nicht chronifiziert. Oberarm und die Schwäche ist dort durch etwas Aufdehnen schon deutlich besser geworden. Im Ellenbogenbereich auch keine Probleme. Aber eben: Der untere Unterarm, Finger und die Hände bei der Computerarbeit. Ich arbeite momentan eh nur auf einer 50%-Stelle, und auch dort versuch ich mich auch zurückzunehmen, ergonomisch bin ich mittlerweile sowieso sehr gut ausgerüstet – dennoch: Es geht gerade so einigermaßen, und ich weiß nicht, ob ich ganz kürzertreten sollte. Die Angst vorm Schlechterwerden und Schlechtermachen ist groß.

Angst ist überhaupt ein großes Thema, ich kann mich einer Vorrednerin hier (Christina, 7. Oktober 2009) nur anschließen. Was man im Internet zu lesen kriegt, ist eher apokalyptisch, nach dem Motto: Wenns erstmal chronisch ist, lasst alle Hoffnung fahren. Persönliche Erfahrungsberichte im Internet sind naturgemäß auch überwiegend negativ (mit deiner tollen Ausnahme, Conrad! – auch wenn zwei Jahre Heilungsverlauf auch nicht direkt eine tolle Perspektive ist, wenn mans noch nicht lange hat…)

Eine Ausnahme: TMS und Sarno, da ist alles an Erfahrungsberichten positiv, und ja: ich finde mich bei TMS sehr stark wieder. Eine emotional nicht leichte Zeit, drei Monate starke Fixierung auf diffuse Fußbeschwerden, dann geht’s mit den Händen los, Fuß ist plötzlich deutlich besser, keine klaren Diagnosen, etc. Andererseits spräche auch viel für RSI, s.o. Hm.
Was meinst du? Um eine kurze Einschätzung wäre ich sehr dankbar!
Herzliche Grüße
Karl

Antwort: Hallo Karl,

"Vor mir sitzt ein gesunder 34-jähriger Mann" - so ähnlich musste ich das auch mehrfach hören. Normale Ärzte können mit dem Krankheitsbild wenig anfangen und wenn man "objektiv" auch keine Gewebeveränderung o.ä. nachweisen kann, wird es schwierig.

Muskelgnubbel könnten evtl. Triggerpunkte sein (https://www.repetitive-strain-injury.de/triggerpunktmassage.php) In dem Fall könnte man sie wegmassieren. Allerdings sind Triggerpunkte in der Regel nicht so ausgeprägt, dass sie sichtbar "angeschwollen" sind. Also wäre ich hier vorsichtig. Hast du schon ein vorsichtiges Massieren ausprobiert? Im besten Fall durch eine Physiotherapeutin/Masseurin.

Kräftigungsübungen würde ich anfangs nur für den Rumpfbereich machen. Eine Schiene maximal nachts oder tagsüber zwischendurch tragen (wenige Stunden am Stück).

Meine Heilung hat vermutlich so lange gedauert, weil ich die ersten Monate viel falsch gemacht habe. Deshalb darfst du den Mut nicht verlieren, hier bist du mit deinen fünf Wochen noch vergleichsweise gut dabei. Auch stimmt die Aussage, das online überwiegend negative Geschichten zu lesen sind. Wer geheilt ist, hat kein Bedarf mehr, etwas dazu zu schreiben.

Bezüglich TMS halte ich es so (https://www.repetitive-strain-injury.de/ursachen.php). Es schadet niemandem, sich damit zu beschäftigen. Die Dehnübungen etc. würde ich weitermachen, so ist man auf der "sicheren Seite".

Alles Gute
Clemens


Hinzugefügt: Januar 24, 2019
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Ich möchte ihnen einen Tipp geben.

Nachdem mir 5 Ärzte nicht helfen konnten habe ich das altbekannte ABC Wärmepflaster(andere Marken gehen natürlich auch)versucht das mir schon bei chronischen Rückenschmerzen geholfen hatte.
Uns es funktionierte!
Wem das normale W. zu heiss ist sollte das ABC SENSITIVE nehmen.Weil dieses aber nicht so gut hält habe ich Armschweissbänder drum getan.
Nach 1-2 Wochen waren die Jahrelangen Schmerzen weg.

Achtung.Es muss ein Wärmepflaster mit Cayennepfeffer sein.
Verwechseln sie es nicht mit den Pflastern die nur Wärme abgeben.

Antwort: Hallo Ingo,

vielen Dank für deinen Tipp! Wenn jemand anderes ebenfalls Erfahrungen mit den Pflastern gemacht hat, kann er/sie an dieser Stelle gerne ebenfalls davon berichten.

Alle Gute weiterhin
Clemens


Hinzugefügt: Juli 28, 2018
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Nachdem mir zwei Orthopäden nicht richtig weiterhelfen konnten oder wollten, habe ich beschlossen: Da muss ich selbst ran!
Ich arbeite täglich +/- 12 h am PC ohne Abwechslung, da ist klar woher der Wind weht. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass diese Tatsache irgendwie nicht so richtig ernst genommen wird und mit Praxistipps und Anregungen zur Selbsthilfe war man ebenfalls zurückhaltend.

Diese Seite und vor allem die Erfahrungsberichte haben mir Mut gemacht und mir dabei geholfen die richtige Einstellung dazu zu entwickeln. Jetzt heißt es nur noch konsequent dranbleiben. Vielen Dank für die vielen Tipps und Übungen! Erfahrungsbericht bzw. „Heilungsbericht“ :) wird folgen. Übrigens: Die Microsoft Sculpt Ergonomic Tastatur nutze auch ich schon seit ein paar Jahren. Meiner Meinung gibt es derzeit keine vergleichbar gute Alternative, wenn man nicht gänzlich auf Tastatur verzichten kann.

Vielen Dank und viele Grüße
Melanie

Antwort: Hallo Melanie,

vielen Dank für deine Nachricht und ich drücke dir die Daumen, dass du schnell wieder schmerzfrei wirst!

Über einen späteren Erfahurungsbericht würde ich mich sehr freuen.

Alles Gute
Clemens


Hinzugefügt: Februar 9, 2018
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Hallo Clemens,

erstmal: tolle Seite! Die Tipps klingen echt gut!

Vielleicht kannst du mir in meinem Falle einen Tipp geben, ob ich an RSI leide:

02.2015 - 09.2015:
Überlastung des linken Handgelenks durch Hanteltraining -> anschließend Schmerzen im Handgelenk beim handschriftlichen Schreiben während des Studiums (keine PC-Nutzung zu der Zeit)

10.2015 - 10.2017:
Intensive PC-Arbeit aber gar keine Schmerzen - habe in diesen 2 Jahren auch nicht handschriftlich geschrieben

10.2017:
Beginn eines zweiten (nebenberuflichen) Studiums mit handschriftlichem Schreiben -> Auftreten von Schmerzen im linken Handgelenk

Seitdem tut mir das linke Handgelenk wieder weh - ich habe das Studium verschoben um ein Semester, allerdings habe ich genau wie 2015 ein permanentes Spüren des Handgelenks & manchmal Schmerzen.
Es ist nichts geschwollen o. Ä.

Die Orthopäden bei denen ich war kann ich nicht ernstnehmen (ohne zu wirklich zu schauen, wird Sehnenscheidentzündung diagnostiziert) & Pysiotherapeuten empfehlen mir Dehnübungen -> Allerdings habe ich nach 2 Monaten nun dadurch dieses Spüren (auch mit allen anderen auf der Seite hier vorgestellten Maßnahmen) nicht wegbekommen können.

Zudem wurde mir mitgeteilt, dass ich die Hand nicht schonen brauche, was zB das Tippen am PC angeht.

Denkst du dass es sich um RSI handelt? Da ich die Hand permanent spüre, kann ich auch nicht sagen, ob es schlimmer wird wenn ich zB am PC tippe...

Würdest du noch die Hand entlasten (& zB nur mit einer Hand tippen - das geht, ich bin Berater, da muss man nicht sehr viel tippen) oder würdest du trotz dieses Spürens tippen?

Was mir gerade noch einfällt: Ich habe im Sommer 2017 auch mal handschriftliche geschrieben, dann habe ich die Hand auch gespürt allerdings habe ich dennoch viel getippt & es war nach einiger Zeit weg. Das es seit Dezember noch nicht weg ist, liegt darin, dass ich durch dieses Studium viel mehr geschrieben habe.

Was würdest du empfehlen - viele Geschichten hier haben in mir ein große Angst hervorgerufen :)
Schonen oder nicht schonen?

Vielen Dank im Voraus!

Beste Grüße
Dennis

Antwort: Hallo Dennis,

eventuell hatte ich ein ähnliches Problem: Mein Unterarm fühlte sich zwischendurch komisch an, ein Gefühl, dass ich so noch nie vorher hatte. Nicht richtig taub, kein Kribbeln, aber irgendwie spürte ich den Unterarm dauerhaft, was nicht normal war/ist. Nachdem ich gefühlte 1000 Dinge ausprobiert habe, war die Lösung dafür ein Dehnen des Schlüsselbein-Bereiches mit einem schmalen Gegenstand (z.B. Rückseite eines Kochlöffels): http://www.repetitive-strain-injury.de/passive-dehnuebungen.php

Vielleicht hilft dir das auch?

Falls Schmerzen auftreten, würde ich die Arbeitsbelastung der Hände so weit es geht versuchen zu reduzieren. Mir hilft Spracherkennung sehr. http://www.repetitive-strain-injury.de/arbeitsplatzausstattung.php#spracherkennung
Aber das ist auch nur ein pauschaler Hinweis, dass musst du leider selbst ausprobieren und auf deinen Körper hören.

Alles Gute
Clemens


Hinzugefügt: Januar 29, 2018
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Ich habe seit 2012 mit dem RSI Syndrom zu kämpfen, war bei 7 Orthopäden und 3 Physio/Ergotherapeuten, die mir nicht sonderlich weiter helfen konnten. Nach fast 5 Jahren habe ich endlich eine Möglichkeit gefunden die Arme und Hände komplett schmerzfrei zubekommen. Für mich hieß die Lösung: Faszienrolle und Faszienmassageball bzw. Muskelpressur.
Bei mir war äußerlich und über Röntgen und MRT alles normal unauffällig. Jedoch wenn ich meine Arme und Schultermuskulatur abtastete waren deutliche Verspannungen, Stellen die schmerzhaft verspannt waren und empfindlich auf Druck reagieren. Jeder der mit RSI zu tun hat, sollte einmal seine Arme und Schultern und Nacken abtasten und auf Verspannungen kontrollieren. Meine Nacken und Schulterpartie waren all die Jahre fast hart wie Beton. Vor allem die Unterarmmuskulatur war extrem betroffen. In den Händen waren schmerzhafte Faszienverklebungen an den Sehnen zu ertasten. Mittlerweile ist das alles bei mir verschwunden, ich tippe gerade völlig schmerzfrei!

Das Grundprinzip ist einfach. Verspannte Muskeln lösen sich gezielten durch auf den Muskelstrang nach etwa 10-20 Sekunden schon deutlich, bei längerem Druck lösen sich immer mehr Schichten (die obersten/äußersten immer zu erst) so dass die Verspannungen des Muskelstrangs immer schrittweise zurück gehen. Ich habe mit einem Faszienball und der Faszienrolle gearbeitet.
Laienhaft ausgedrückt habe ich mir über längere Zeit täglich in „selbstmassage“ die Verspannungen „weggedrückt“. Auch alle meine Rückenschmerzen habe ich beseitigen können (einfach 1-2 Minuten auf Faszienrolle legen und als Pressur verwenden). Es war ein längerer Prozess, aber wer einmal selbst gemerkt hat, wie man über Pressur/Druck über Ball/Rolle oder ähnliches eine Muskelpartie entspannen kann wird schrittweise immer entspannter und kann sämtliche Verspannungen in Armen und Schultern lösen. Über Nacht kann sich die neu entspannte Muskulatur beruhigen und am Tag darauf kann schon die nächste Muskelschicht gelockert werden.

Kurz gesagt: Faszienball und Faszienrolle zur Pressur benutzen und selbst fühlen wie die Muskelpartie entspannt (meist sogar schneller als man denkt)! Ich will keine Versprechungen machen aber es wirkt wahre Wunder was das lösen von Verspannungen angeht. Was eher weniger gebracht hat war „herummassieren“ oder „herumrollen“ (mit dem Ball). Die Geräte aber zur gezielten Druckaufbau zu verwenden hat sehr geholfen. Auch Wärmeanwendungen und Dehnen haben mitgeholfen, aber eher unterstützend. Dehnen allein und Wärme allein hat bei mir (im Vergleich) einfach nicht genug gewirkt!

Die schlimmsten Verspannungen waren bei mir im Unterarm und in der Schulter (stellenweise waren echte "Steine" zu ertasten). Mittlerweile nichts mehr zu spüren, ich sehe mich als geheilt!!

Einfach ausprobieren! Wer noch keine Faszienrolle oder -ball hat, kann es auch einfach mal mit den eigenen Händen/einem glatten Stein oder Nudelholz etc ausprobieren.
Achtung: Die Schmerzen die entstehen bei der Druckmassage entstehen können sehr stark sein, ABER sollten schon nach etwas 20-60 Sekunden leicht abnehmen, und dann schrittweise immer weniger werden (Spannungen und Verklebungen geben irgendwann nach) und lösen sich sozusagen „in Wohlgefallen“ auf. Einziges Manko: über Pressur entspannen tut bei extrem verspannten Muskeln (was bei RSI wohl bei fast allen der Fall sein wird) doch stellenweise sehr weh ABER eben nur für kurze Zeit, danach ist es SEHR viel besser und angenehmer und alles fühlt sich freier an.

Ich wünsche Euch allen viel Erfolg. Wenn es hilft erzählt es herum!!

Antwort: Vielen Dank!

Nach Rücksprache mit Michael gibt es diesen Erfahrungsbericht nun dauerhaft hier: http://www.repetitive-strain-injury.de/weitere-erfahrungsberichte.php


Hinzugefügt: November 17, 2017
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Hallo,
vielen Dank für die informative Seite.
Ich habe schon seit Jahren Probleme mit RSI / Mausarm. Ärzte diagnostizieren das nur leider nie als das was es ist, sondern bezeichnen es als "chronische Sehnenscheidenentzündung" usw. War schon beim Ausarzt, Neurologen, Orthopäden, war im MRT, beim Handchirugen.
Trotz vorübergehende Schonung, Bandagen, Schmerzmittel, Dehnübungen, ergonomischer Arbeitsplatz, vertikale Maus und Tipps aus dem Buch werde ich die Probleme nicht los. Mittlerweile kann ich die Maus mit rechts keine 10 min mehr bedienen. Arbeite nun mit links, wobei es da auch schon beginnt.
Bin gelernte Industriekuaffrau und arbeite ununterbrochen am PC, es gibt leider keine Abwechslung oder Ausweichmöglichkeit. Antrag auf Umschulung wurde abgelehnt, ist keine anerkannte Berufskrankheit :!mad:
Wenn ich im Haushalt, Garten oder kurz gesagt alles andere als PC arbeite geht ohne Probleme, da habe ich nie Schmerzen, aber kaum arbeite ich am PC ... Ärzte verstehen das nicht, keiner versteht es außer mir oder will da einen Zusammenhang sehen. Echt zum Verzweifeln.
Gibt es eine Petition das RSI / Mausarm oder wie man es nun nennen mag, als Berufskrankheit in Deutschland anerkannt wird ?
Es beruhigt mich, dass ich mit meinem Problem nicht alleine bin.
Liebe Grüße
Katharina

Antwort: Hallo Katharina,

unter Umständen können solche Beschwerden eine Berufskrankheit darstellen. Wurde zumindest als „Sehnenscheidenentzündung“ 2006 so festgestellt (https://openjur.de/u/319984.html). Dabei ist mir allerdings auch klar, dass viele Beschwerden bei RSI keine klassische Sehnenscheidenentzündung darstellen.

Dein Arzt könnte allerdings als Diagnose folgendes aufschreiben: ICD-10 M70.8 ("Sonstige Krankheiten des Weichteilgewebes durch Beanspruchung, Überbeanspruchung und Druck"). Das käme den Beschwerden eventuell näher. Ob das dann allerdings auch als berufsbedingt anerkannt wird, ist natürlich noch eine ganz andere Frage (leider).

Von Petitionen o.ä. weiß ich leider nichts. Momentan habe ich relativ viel zu tun, eventuell schaffe ich es in ein paar Monaten wieder mehr Zeit in diese Seite zu investieren und dann etwas in die Richtung zu starten.

Alles Gute!
Clemens


Hinzugefügt: August 23, 2017
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