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Falls Sie Tipps für den Umgang mit RSI haben, würde ich sie gerne unter "Weitere Erfahrungsberichte" veröffentlichen.
Bitte schicken Sie Ihren Bericht an die dort angegebene E-Mail-Adresse.


RSI-Syndrom Gästebuch





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Hi Clemens!
Hier David noch mal.
Auf die Rescherschen nach meiner Hausarbeit, bin ich auf ein Buch gestoßen der sich grundsätzlich mit den Nervensystem befast. Dieses Buch ist nach mein Verständniss eigentlich für Physiotherapeuten gedacht. Abgesehen von einer sehr ausführlichen erklärung von Anatomie und pathologischen Prozessen des Nervensystems, wird für den Therapeuten eine schöne Anleitung zur Behandlung der Nerven vermitelt und für Dich ganz besonders ein "Eigenübungsprogramm" beschrieben den du ganz ohne probleme übernehmen kannst.
Was mich aber erst recht vom Hocker gehaun hat ist, das ab Seite 364 der gute Autor ein kleines Kapitel geschrieben hat über "Verletzung durch sich wiederholende überbeanspruchung" (Das kommt dir wohl bekannt vor). Er erklärt nicht nur was RSI ist, sondern schreibt über eigene erfahrungen mit Patienten und stellt eigene Hypotesen her. Die übungen die er als Eigenübungsprogram vorschlägt, eignen sich durchaus auch für dich und und all denen die RSI haben. Ich kann aber nur wiederholen, das dies eigentlich ein Fachbuch ist, also nicht einfach zu lesen für den der keine medizinische Ausbildung hat.

David S. Butler
Mobilisation des Nervensystems
Springer
ISBN 3-540-57496-4


Hinzugefügt: December 15, 2009
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Hallo,

Danke für diese super informative Seite. Leider findet man im deutschsprachigen Raum ansonsten wenig wirklich hilfreiche Informationen (es gibt zwar ein Forum "rsiforum.de" aber das scheint kaum besucht zu werden.) Wenn ich mal auf einen interessanten Artikel stoße stehst meistens du als Autor dort. Danke nochmal dafür.

Ich bin momentan noch nicht ganz sicher ob ich das RSI-Syndrom habe. Da ich momentan Physiotherapie mache hast du eventuell ein parr Tipps was ich zusammen mit der Physiotherapeuten noch versuchen kann.

Ich versuch mich mal an einer Symptombeschreibung (wird etwas länger. Sorry.):

Anfang des Jahres (so gegen Ostern) hatte ich im Urlaub (Paddelsport) Schmerzen auf dem rechten Unterarm (da wo die Muskeln für die Finger sitzen).
Bei der PC Arbeit (beruflich) verstärkten sich diese Schmerzen. Ich wechselte dann die Maus in die linke Hand. Mit dem Ergebnis das nach kurzer Zeit auch der linke Arm schmerzte.
Ich war dann beim Hausarzt.
Der Diagnostizierte einen Tennisarm. Er hat dann eine Wärmethrapie verschrieben, die ich aber nach kurzer Zeit abbrach (musste ich selber bezahlen, und ich hatte das Gefühl, dass es nichts brachte).
Im laufe der Wochen wurde der Schmerz mal weniger, mal war er wieder stärker. Inzwischen kamen noch andere Symptome hinzu: gelegentlich Scherzen auf der Oberseite der Hände (wie Nadelstiche), Verspannungsgefühl im Nacken, Gelegentlich Schmerzen auf dem Ellenbogengelenk. Schmerzen im Handgelenk.
Ich kann keine eindeutige Zuordnung machen, wann es schlimmer wird. Es gibt Tage, an denen ich fast keine Schmerzen habe.
Wen ich lange am PC arbeite sind die Verspannungen und Schmerzen abends stärker.
Aber nicht so schlimm wie hier öfter beschrieben wird (ich kann z.B. relativ schmerzfrei Tippen). Außerdem muss ich in meinen Beruf (Ingenieur) zwar am PC sitzen, schreibe aber nicht oft lange Texte bzw. klicke stundenlang ununterbrochen mit der Maus.

Inzwischen war ich noch bei zwei anderen ärzten. Der erste Orthopäde hat aber wohl kein rechtes Interesse mich zu untersuchen. Er sagte was von "Störung Radiusköpfchen" und verschrieb 3x Krankengymnastik. Als ich ihm sagte das es nicht besser wurde meinte er nur "naja, solange Sie arbeiten können ist ja alles OK".
Bin dann zum anderen Orthopäden. Der hat sich mehr Zeit genommen.
Er vermutet das die Nerven im Nacken eine Rolle spielen "HWS-Störung". Er meinte das die Symptome nicht auf eine Sehnenentzündung hindeuten (sind wohl nicht stark genug, bzw. an der falschen Stelle).
Erst hat er es mir Akkupunktur und einer Therapie versucht, bei der der Nacken durch eine Schlinge gestreckt wird.
Da es nicht besser wurde habe ich nun 12 Termine beim Physiotherapeuten (7 sind schon um). Der hat sich sehr viel Zeit genommen mich zu untersuchen. Er meinte auch, dass gerade da beide Arme betroffen sind der Nacken / Schulter die Ursache sein könnte.
Ich habe auch das Gefühl, das es zumindest kurz nach der Behandlung besser ist (es wird der Nacken aber auch die Arme behandelt).
Aber eine eindeutige Verbesserung ist bisher ausgeblieben.
Wenn es RSI ist sollten Dehnübungen ja ev. helfen (der Physiotherapeut meinte: Dehnübungen erstmal lassen. Falls es die Halswirbelsäule ist könnte es dadurch schlimmer werden).

Sport habe ich erstmal komplett eingestellt (zumindest was die Arme belastet).

Deutet meine (laienhafte) Beschreibung auf RSI hin? Bin da momentan etwas ratlos. Nach den Beschreibungen, die ich bisher gelesen habe müssten die Schmerzen stärker sein (sie sind bei mir zwar unangenehm, aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich nicht am PC arbeiten könnte. Ich will nur endlich wieder Sport machen können, und die Angst vor einem möglichen Berufsausfall los sein. ).

Momentan sind die Symptome: Schmerzen auf den Unterarmen (ca. 1/3 vom Ellenbogen) (im Muskel der Finger. Wenn ich dort mit dem Finger drücke und etwas massiere kann ich diesen Schmerz provozieren.). (Gelegentlich auch auf der Unterseite des Unterarms)
Ab und zu Schmerzen auf der Handrückseite (alle parr Tage, aber nur kurzzeitig)
Verspannung des Nackens sobald ich am PC arbeite (egal wie ich sitze)

Zu mir:
ich bin 27 und bisher immer sportlich aktiv gewesen (Kajak, Rad, Laufen, Klettern). Aber das leigt erstmal alles auf Eis :-(

Sorry für den langen Text. Aber ich musste das erstmal alles aufschreiben.

Gruß

Christian

Antwort: Hallo Christian,

vorab der obligatorische Hinweis, dass ich selbst nur Laie bin und zusätzlich Ferndiagnosen immer problematisch sind. Also immer mit einem Arzt oder Physiotherapeuten gegenchecken.
Deine Beschreibungen decken sich in vielen Dingen mit meinen Erfahrungen, insbesondere:
- Nach einem Mausarmwechsel war ich auch beidseitig betroffen
- "Scherzen auf der Oberseite der Hände (wie Nadelstiche), Verspannungsgefühl im Nacken, Gelegentlich Schmerzen auf dem Ellenbogengelenk. Schmerzen im Handgelenk" - alle mal dagewesen
- "Es gibt Tage, an denen ich fast keine Schmerzen habe." - Kann ich nur bestätigen: zwischen Schmerzen so schlimm wie ganz am Anfang und komplett schmerzfrei liegen häufig nur wenige Minuten, ohne dass man etwas gemacht hätte.

HWS-Störungen (Nervenreizungen) werden häufig bei nicht klar definierbaren Schmerzen in den Armen genannt. Nach meinen Erfahrungen und Gesprächen mit diversen ärzten ist das häufig aber mehr eine "Ausrede" (statt zuzugeben, dass man keine Ahnung hat woher die Schmerzen kommen) als die wirkliche Ursache. Wahrscheinlicher ist es, dass die Nacken- und obere Rückenmuskulatur total verhärtet und überlastet sind sowie die Schulterblätter nicht mehr genau dort stehen, wo sie eigentlich hingehören und das alles zu einer überlastung der Armmuskulatur beiträgt.
Falls es aber wirklich von der HWS ausgeht, hat dein Physiotherapeut mit dem Hinweis zu den Dehnübungen sicherlich recht. An deiner Stelle würde ich nochmal mit ihm reden und gemeinsam ganz leichte Dehnübungen ausprobieren, man merkt dann eigentlich selbst relativ schnell ob es einem etwas bringt oder nicht.
Auf jeden Fall solltest du versuchen Sport zu treiben, der deine Arme nicht übermäßig belastet (z.B. Joggen). Hier habe ich einen Riesenfehler gemacht und mich sportlich total zurückgezogen, was sich insgesamt deutlich negativ auf die Verfassung ausgewirkt hat.

Solange nichts geschwollen ist, lässt sich ein Tennisarm (Sehnensansatzreizung nahe des Ellenbogens) meist ganz gut mit den Dehnübungen und Querfriktionsmassagen (verschreibt der Orthopäde) therapieren. Falls du die Möglichkeit hast Massagen (abseits der Querfriktion, die keine Massage im klassischen Sinn ist) in Anspruch zu nehmen, würde ich das unbedingt machen, da man als beidseitig Betroffener sich nur schwierig selber den Nacken und die Arme massieren kann.

Ich hoffe damit konnte ich dich ein bisschen weiter bringen, sprich am besten mal das hier (http://www.repetitive-strain-injury.de/behandlungssplaene.php) mit deinem Physiotherapeuten ab.

Gruß
Clemens


Hinzugefügt: December 9, 2009
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Hi Clemens!
Ich mache zur zeit eine Ausbildung zum Physiotherapeuten. In der Schule solte ich mir einen Thema aussuchen das ich vortragen soll "Welche Wirkung hat die Neuromobilisation auf die neuralen Strukturen" und dabei bin ich auf deine Seite gestoßen. Klasse Arbeit hast du da hingelegt.
Respekt! Auf jeden Fall hast du mir gute infos gegeben die ich brauche zur Entstehung von pathologischen Vorgängen. Auf jeden Fall werde ich werdende Physiotherapeiten auf "RSI" aufmerksam machen, da dieses Thema gar nicht in der Ausbildungsordnung steht.
Danke, danke, danke

Antwort: Hallo David,

vielen Dank für deinen Eintrag und natürlich auch für jegliche Werbung Falls du/ihr irgendwann noch neue Erkenntnisse bezüglich RSI herausfinden solltet, bin ich natürlich über jeden Hinweis sehr dankbar.

Gruß
Clemens


Hinzugefügt: December 7, 2009
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Hallo Clemens,
ich leide leider auch seit 1 1/2 Jahren am RSI-Syndrom. Deine Seite hat mir schon sehr viel geholfen. Ich mache jetzt 4 mal Täglich die Dehnübungen, habe alles am Arbeitsplatz ergonomisch umgestellt, das Autogene Training erlernt und regelmäßige Pause eingeführt. Doch leider bekomme ich es einfach nicht in den Griff. Ich bin Elektrotechniker und zeichne ca. 9 Stunden am Tag Schaltpläne am PC. Mit dem Linken Arm arbeite ich mit einem Zeichentablett, mit Dem Rechten mit der von Dir empfohlenen 3M ergonomic mouse. Ich habe schon sehr viel im Internet geforscht und entsprechend ausprobiert, nur beim Thema Maus-/Tastaturabstand von der Tischkante finde ich immer wieder unterschiedliche empfehlungen. Der eine sagt 10cm Abstand von der Tischkannte und der nächste möglichst nahe an der Tischkante. Was würdest Du denn empfehlen? Und sollen die Unterarme beim Arbeiten aufliegen oder sollte man besser "schwebend" arbeiten?

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Antwort: Hallo Tobias,

mir erging es anfangs ähnlich wie dir, alle möglichen Maßnahmen umgesetzt und trotzdem gingen die Schmerzen nicht signifikant zurück. Ich war an einem Punkt angelangt, von dem ich offensichtlich unter Beibehaltung der normalen Arbeitsbelastung nicht wieder gesund wurde. Als sehr drastische Maßnahme habe ich mein duales Studium abgebrochen und ein halbes Jahr Pause gemacht, seitdem ging es spürbar aufwärts. So eine Entscheidung ist natürlich absolut nicht erstrebenswert und es reicht glücklicherweise häufig auch schon, die Schmerzen auslösende Arbeit zu reduzieren und für ein paar Monate verstärkt andere Aufgaben zu erledigen. Das ist sicherlich nicht an jedem Arbeitsplatz ohne weiteres möglich. Aber lieber sich hier anstrengen und Lösungen mit Vorgesetzten und Kollegen finden, als noch einige Monate normal weiter zu arbeiten und danach komplett aufgeben zu müssen.

Zu deiner konkreten Frage: ein Abstand > 10cm von Tischkante zur Tastatur hat den Vorteil, dass du deinen gesamten Arm auflegen kannst und der Schulter-/ Nackenbereich deutlich entlastet wird. Allerdings solltest du dann mit einer Handballenauflage arbeiten, damit das nicht so (http://www.repetitive-strain-injury.de/falsche-armhaltung.gif) aussieht. Eine leicht nach unten geneigte Handgelenkhaltung ist aber nicht möglich, so dass tendenziell die Handgelenke bzw. die Unterarme etwas stärker als bei der zweiten Variante belastet werden.

Die andere Variante sieht so (http://www.repetitive-strain-injury.de/ergonomie-am-arbeitsplatz.gif) aus. Eine nach hinten fallende ergonomische Tastatur mit eingebauter Handballenauflage. Dort ist kein Abstand zur Tischkante mehr vorhanden, allerdings ist immer noch ein wenig Platz zwischen Bauch und Tastatur. Die Belastung des Schulter-/ Nackenbereiches ist durch die hängenden Arme sicherlich höher, allerdings kann man in der Haltung auch die Ellenbogen auf Armlehnen ablegen. Die Handgelenkbelastung ist minimal.

Bei einer dauerhaften Schreibhaltung (Hände an/auf der Tastatur) ist sicherlich die Variante eins insgesamt weniger belastend. Nur wann hat man eine dauerhafte Schreibhaltung - im Idealfall selten bis nie. Solange nicht gerade geschrieben wird, empfehle ich die Hände immer sofort in den Schoß zu legen. Da man bei Variante eins aber näher am Schreibtisch sitzt, werden die Arme meist aus Bequemlichkeit über einen längeren Zeitraum einfach auf dem Schreibtisch liegen gelassen; im schlechtesten Falle mit den Fingern weiterhin angespannt über den Tasten.
Deshalb bevorzuge ich die zweite Variante (meist sogar ohne Benutzung von Armlehnen). In jeder kurzen Denkpause (spätestens nach ein paar Sätzen) ziehe ich die Hände ein paar Zentimeter zurück und lege sie in meinem Schoß. An den meisten Arbeitsplätzen werden wohl die Denkphasen deutlich länger sein als die reinen netto-Schreibphasen mit der Tastatur, so dass selbst bei nicht durch Armlehnen unterstützte Arme sich die Belastung des Schulter-/ Nackenbereiches in Grenzen hält. Der Einsatz von Spracherkennung verlängert die Pausen für die Arme noch weiter.

Zusammengefasst: Abstand >10 cm bei Schulter-/ Nackenschmerzen, kein Abstand und ergonomische Tastatur bei Handgelenkschmerzen. Solange aber in Pausenphasen die Hände nicht auf der Tastatur gehalten werden, sehe ich auch Variante zwei als unproblematisch für Schulter-/ Nackenschmerzen.

Das gleiche gilt natürlich auch für die Maus, solange nicht geklickt oder der Mauszeiger verschoben wird, die Hand in den Schoß legen! Das klingt sehr banal, wird aber nur von den wenigsten eingehalten. Einfach mal in der Uni/Firma/Familie anderen bei Computerarbeit zuschauen, die Hand bleibt in der Regel auf der Maus liegen.

Zu deiner zweiten Frage "schweben oder aufliegen": ich empfehle bewegliches aufliegen Richtig Schweben würde den Schulter-/ Nackenbereich sehr belasten, starres Aufliegen mit einem Drehen der Handgelenke und Finger belastet ebendiese sehr. Also die Hände auf der Handballenablage abstützen, bei der Nutzung weiter außen liegender Tasten wie "q ^ Tabulator ü # +" aber die Handgelenke nicht abknicken und stattdessen die Hände über die Handballenablage schieben.

Ich hoffe, dass es einigermaßen verständlich war. Man kann deine Fragen sicherlich auch nicht für jeden optimal beantworten, jeder sollte für sich selbst beide Varianten ausprobieren und die für seine Schmerzen passende wählen.

Gruß und gute Besserung
Clemens


Hinzugefügt: November 18, 2009
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Hallo Clemens,

ich mache aufgrund deiner Website (welche wirklich super ist!) seit mitte August jeden Tag Dehnübungen und bin bei einem guten Physiotherapeuten in Behandlung.

Die Schmerzen in beiden Händen und Ellenbogen schwankten bis Mitte Oktober noch sehr stark, wobei die Anzahl der Tage mit starken Schmerzen überwiegten. Seit Ende Oktober jedoch war der Ruheschmerz fast komplett weg, aber seit nun 5 Tage, ist dieser wieder zurück und fast genauso stark wie am Anfang.

Was hat das zu bedeuten? Kann ich vielleicht noch etwas tun außer Dehnübungen + Physio?

Viele Grüße,

Matthias

Antwort: Hallo Matthias,

ein vorübergehendes Wiederauftreten der Schmerzen fast in Anfangsstärke ist nicht ungewöhnlich bei RSI, ging mir ähnlich. Fünf Tage sind dann aber eigentlich nicht mehr wirklich vorübergehend. Wie sieht es denn jetzt nach sieben Tagen aus?
Die Behandlung setzt sich neben den Dehnübungen aus zahlreichen kleinen Maßnahmen zusammen, die in ihrer Gesamtheit oft nochmal eine zusätzlich Linderung versprechen. Siehe dazu: http://www.repetitive-strain-injury.de/behandlungssplaene.php bei mir waren anfangs besonders wichtig Massagen der Unterarme und regelmäßige Kurzpausen beim Arbeiten (alle paar Minuten einmal aufstehen, Hände ausschütteln und wieder hinsetzen). Und wenn ich am Computer etwas schreibe (wie diesen Text zum Beispiel) mache ich das mit Spracherkennung, entlastet die Hände enorm.

Gute Besserung und viele Grüße
Clemens


Hinzugefügt: November 14, 2009
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Hallo Clemens,

vielen Dank für Deine sehr informative und Mut machende Seite! Bei mir war nicht die Computermaus schuld, sondern das monatelange heimische Training mit überladenen Hanteln. Nie hatte ich Schwierigkeiten, alles war wie immer, es gab keine Anzeichen - plötzlich begann die Krankheit vor vier Monaten im rechten Arm, einen Monat später dann bedingt durch meine Arbeit (ich musste tonnenschwere Kisten aus einem Archiv räumen) im linken, d.h. ich war in meiner Bewegungsfreiheit enorm eingeschränkt; Türklinken anfassen, Fenster schließen, sich ein Glas Wasser eingießen oder Geschirr abwaschen - alles ließ sich nur mit enormen Schmerzen bewältigen. Auch das tägliche Mailchecken am PC fiel mir schwer, und jedes Mal hatte ich im Anschluss Probleme. Der Orthopäde, bei dem ich war, als die Schmzern höllisch waren, schüttelte drei Mal meine Hand und meinte dann, ich solle es vermeiden, Lasten überhalb von 5 kg zu tragen, könne sonst aber weitermachen wie bisher. Das war natürlich purer Unsinn. Als ich mich meiner Hausärztin offenbarte, verschrieb sie mir sofort Arcoxia 90mg, was - im Gegensatz zu Ibuprofen 800, das ich vorher bekam - enorm half. Obwohl mein Krankheitsprozess im Vergleich zu Deinem oder dem einiger anderer weitaus leichter verlaufen ist, habe ich mir bis heute Sorgen gemacht, ob das letzte kleine Bißchen Restschmerz, was ich jetzt noch im Handgelenk habe, jemals wieder weggeht, bzw. ob ich jemals wieder schwerere Lasten heben oder tragen darf. Insbesondere der Bereich "Psyche" hat mir sehr geholfen, Hoffnung zu schöpfen, genau wie Dein jahrelanges Martyrium.

Du schreibst es: Eine Beschädigung innerhalb des Körpers wird vom Körper immer bekämpft, auch wenn sich keine fühlbare Linderung einstellt. Man muss Geduld haben, und das Wichtigste ist: Man darf niemals seinen Mut verlieren. Deine Geschichte hat mich motiviert, positiv der Zukunft entgegen zu blicken.

Vielen Dank dafür!

Stefan


Hinzugefügt: October 31, 2009
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Hallo Clemens!
Sehr gute ausführliche Seite.
Bin gerade im Aufbau einer ähnlichen Seite für alternative Eingabegeräte.
http://sehnenweh.org
möchte dies hier kundtun, vielleicht hilft sie jemanden
Liebe Grüße.

Antwort: aufgenommen! http://www.repetitive-strain-injury.de/links.php


Hinzugefügt: October 28, 2009
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Hallo,
danke für diese informative und übersichtlich gestaltete Seite! Ich bin auf der Suche nach einem neuen Klick-Agenten darauf gestoßen, da mein alter nur fehlerhaft oder garnicht mehr arbeitete und zudem von meinem neuen Antivirenprogramm als Trojaner gemeldet wurde.
Das "Mausarm"-Programm probiere ich gerade aus und bin spontan sehr angetan davon.
Ich habe seit nun bald zwei Jahren Probleme bei der Computerarbeit - ich bin Studentin und hatte zu der Zeit noch einen Nebenjob im Büro. Anfangs hatte ich nur rechts Probleme, doch durch hilflose Versuche, die linke Hand zur Maushand umzufunktionieren (bin Rechtshänderin), begannen die Probleme bald auch auf der linken Seite. Die Handgelenke, Handrücken, Ellenbögen und ganz besonders die Außenseiten der Unterarme schmerzten teilweise so enorm, dass Computerarbeit völlig unmöglich wurde und zeitweise selbst das Mit-der-Hand-Schreiben sehr schwierig wurde.
Ein Besuch bei der Hausärztin erwies sich als unnütz: sie diagnostizierte - ohne Untersuchung, nur von meiner Beschreibung! - ein Karpaltunnelsyndrom und überwies mich zum Neurologen. Da meine Oma ein Karpaltunnelsyndrom hat, befragte ich sie nochmal genau zu den Symptomen und wurde ziemlich schnell skeptisch, was die Diagnose betraf. Ich ging dann statt zum Neurologen zum Orthopäden, der nach der Untersuchung ein Karpaltunnelsyndrom ausschloss und "Tennis-/Mausarm sowie Sehnenscheidenentzündung" diagnostizierte. Er verbreichte mir eine schmerz- und entzündungshemmende Spritze in den Ellenbogen und verschrieb eine Handgelenksschiene/-bandage.
Seitdem ich die bei der Computerarbeit IMMER trage, außerdem meinen Arbeitsplatz soweit wie möglich ergonomisiert habe, sind die Beschwerden viel besser geworden.
Ein Klickagent halte ich für unentbehrlich, deshalb nochmals danke für das kleine Programm!
Viele Grüße,
Tina


Hinzugefügt: October 24, 2009
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keine Mehrbelastung des Daumens zu empfinden

Gewicht des Unterarms liegt auf der Handfläche des Trackballs und bewegt sich nicht. Optomechanik des Logitech Marble Wheel ist nahezu reibungslos leicht.

Mäuse müssen das gesamte Gewicht des Unterarms auf der Bewegungsfläche (Unterseite der Maus) auffangen und haben sehr viel höhere Reibungskräfte zu bewältigen.

Maus setzte sich halt wegen der teureren Optomechanic und der Erwartung der PC-Käufer nach "included Keyboard and Mouse" durch.

Antwort: Danke!


Hinzugefügt: October 23, 2009
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für alle Mausgeplagten, seit wir den logitech Trackman Marble, heute trackman wheel nutzen, gab es bei unseren Vielschreibern keine Beschwerden mehr. Das ist jetzt seit über 15 Jahren!
Ist zwar teuer, aber unsere ersten sind nach über 15 Jahren immer noch im Einsatz und funktionieren wie am ersten Tag. Sie sind nur optisch etwas vergilbt.
Zugegeben, die ersten konnte ich nur mit "Diebstahl" der Mäuse durchsetzen. Inzwischen nutzen bei uns alle alten Hasen die Dinger und lächeln nur noch über die Mausbenutzer, die dann meist recht schnell ebenfalls umsteigen.


Antwort: Hallo Hermann,

vielen Dank für deinen Hinweis! So einen Trackball ist seit längerem auf meiner ToDo-Liste. Falls zufällig ein Logitech-Mitarbeiter mitliest, ein Testmuster wäre praktisch Ok, unwahrscheinlich - so werde ich mir wohl mal einen auf normalen Wege besorgen müssen.

Gruß
Clemens


Hinzugefügt: October 23, 2009
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