Triggerpunktmassage
Triggerpunkte sind kleine Verhärtungen oder Verklebungen von Muskelfasern, die Schmerzen in umgebenden Körperregionen auslösen können (triggern). Oft lösen sie sich nach einiger Zeit von alleine wieder auf oder sie sind so klein, dass keine dauerhaften Beschwerden auftreten. Durch langfristige Fehlhaltung und Überlastung können sie sich jedoch mit der Zeit sehr schmerzhaft bemerkbar machen. Triggerpunkte können in jedem Muskel entstehen und in nahezu jedem Bereich des Körpers Schmerzen verursachen. Besonders häufig treten Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen auf. Eine ausführliche Beschreibung von Triggerpunkten finden Sie hier.
Die eigentlichen Muskel-Triggerpunkte sind im normalen Zustand nicht schmerzhaft. Sie können aber als "Knoten" oder Verhärtung von Ihnen selbst oder objektiv von einem Dritten ertastet werden. Weniger ausgeprägte Triggerpunkte lassen sich jedoch nicht immer eindeutig identifizieren.
Alle hier vorgestellten Triggerpunkte können Sie mit Ihren Fingerspitzen oder Handballen in leicht kreisenden Bewegungen und mit sanftem Druck selber massieren. Dabei sollten Sie einen unangenehmen Druckschmerz spüren. Da die verhärteten Punkte immer ein wenig zur Seite ausweichen werden, müssen Sie Ihren Finger ständig hinterherziehen. Der Triggerpunkt wird unter dem Druck ständig hin und her "flutschen".
Für Triggerpunkte am Rücken legen Sie sich auf einem harten Untergrund mit dem Rücken auf zwei Tennisbälle, um die Stellen zu massieren, an die Sie ohne Hilfe nicht herankommen.
Da Sie u.U. noch weitere - als Laie schwer erkennbare - Triggerpunkte haben, sollten Sie zusätzlich professionelle Hilfe in Form einer Physiotherapeutin oder Masseurin in Anspruch nehmen (besonders anfangs, falls bei Ihnen beide Arme betroffen sind).
Die Triggerpunkte können Sie alle zwei Tage massieren und im Anschluss sollten Sie einen Durchgang der Dehnübungen machen. Nach zwei bis drei Wochen sollte der ausstrahlende Schmerz langsam nachlassen.
Insbesondere die mit den roten Punkten gekennzeichneten Muskeln sind häufig auf der gesamten Länge verhärtet und fühlen sich nicht mehr wie eine weiche Masse an. Insofern schadet es überhaupt nicht, wenn Sie auch ohne eindeutig identifizierten Triggerpunkt die markierten Muskeln massieren. Bei Bürokräften befinden sich die schmerzhaftesten Punkte oft im Nacken- und Rückenbereich. In diesen Fällen lassen sich Verspannungen statt mit einer klassichen Massage auch häufig vergleichsweise schnell selber mit einem Klopfmassagegerät lockern (siehe Test).
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