Falls Sie Tipps für den Umgang mit RSI haben, würde ich sie gerne unter "Weitere Erfahrungsberichte" veröffentlichen.
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| Name: David Aus: Wuppertal eMail: Kontakt |
Hi Clemens! Ich mache zur zeit eine Ausbildung zum Physiotherapeuten. In der Schule solte ich mir einen Thema aussuchen das ich vortragen soll "Welche Wirkung hat die Neuromobilisation auf die neuralen Strukturen" und dabei bin ich auf deine Seite gestoßen. Klasse Arbeit hast du da hingelegt. Respekt! Auf jeden Fall hast du mir gute infos gegeben die ich brauche zur Entstehung von pathologischen Vorgängen. Auf jeden Fall werde ich werdende Physiotherapeiten auf "RSI" aufmerksam machen, da dieses Thema gar nicht in der Ausbildungsordnung steht. Danke, danke, danke Administrator-Antwort: Hallo David, vielen Dank für deinen Eintrag und natürlich auch für jegliche Werbung Gruß Clemens
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| Name: Tobias Aus: Münster eMail: Kontakt |
Hallo Clemens, ich leide leider auch seit 1 1/2 Jahren am RSI-Syndrom. Deine Seite hat mir schon sehr viel geholfen. Ich mache jetzt 4 mal Täglich die Dehnübungen, habe alles am Arbeitsplatz ergonomisch umgestellt, das Autogene Training erlernt und regelmäßige Pause eingeführt. Doch leider bekomme ich es einfach nicht in den Griff. Ich bin Elektrotechniker und zeichne ca. 9 Stunden am Tag Schaltpläne am PC. Mit dem Linken Arm arbeite ich mit einem Zeichentablett, mit Dem Rechten mit der von Dir empfohlenen 3M ergonomic mouse. Ich habe schon sehr viel im Internet geforscht und entsprechend ausprobiert, nur beim Thema Maus-/Tastaturabstand von der Tischkante finde ich immer wieder unterschiedliche empfehlungen. Der eine sagt 10cm Abstand von der Tischkannte und der nächste möglichst nahe an der Tischkante. Was würdest Du denn empfehlen? Und sollen die Unterarme beim Arbeiten aufliegen oder sollte man besser "schwebend" arbeiten? Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar. Administrator-Antwort: Hallo Tobias, mir erging es anfangs ähnlich wie dir, alle möglichen Maßnahmen umgesetzt und trotzdem gingen die Schmerzen nicht signifikant zurück. Ich war an einem Punkt angelangt, von dem ich offensichtlich unter Beibehaltung der normalen Arbeitsbelastung nicht wieder gesund wurde. Als sehr drastische Maßnahme habe ich mein duales Studium abgebrochen und ein halbes Jahr Pause gemacht, seitdem ging es spürbar aufwärts. So eine Entscheidung ist natürlich absolut nicht erstrebenswert und es reicht glücklicherweise häufig auch schon, die Schmerzen auslösende Arbeit zu reduzieren und für ein paar Monate verstärkt andere Aufgaben zu erledigen. Das ist sicherlich nicht an jedem Arbeitsplatz ohne weiteres möglich. Aber lieber sich hier anstrengen und Lösungen mit Vorgesetzten und Kollegen finden, als noch einige Monate normal weiter zu arbeiten und danach komplett aufgeben zu müssen. Zu deiner konkreten Frage: ein Abstand > 10cm von Tischkante zur Tastatur hat den Vorteil, dass du deinen gesamten Arm auflegen kannst und der Schulter-/ Nackenbereich deutlich entlastet wird. Allerdings solltest du dann mit einer Handballenauflage arbeiten, damit das nicht so (http://www.repetitive-strain-injury.de/falsche-armhaltung.gif) aussieht. Eine leicht nach unten geneigte Handgelenkhaltung ist aber nicht möglich, so dass tendenziell die Handgelenke bzw. die Unterarme etwas stärker als bei der zweiten Variante belastet werden. Die andere Variante sieht so (http://www.repetitive-strain-injury.de/ergonomie-am-arbeitsplatz.gif) aus. Eine nach hinten fallende ergonomische Tastatur mit eingebauter Handballenauflage. Dort ist kein Abstand zur Tischkante mehr vorhanden, allerdings ist immer noch ein wenig Platz zwischen Bauch und Tastatur. Die Belastung des Schulter-/ Nackenbereiches ist durch die hängenden Arme sicherlich höher, allerdings kann man in der Haltung auch die Ellenbogen auf Armlehnen ablegen. Die Handgelenkbelastung ist minimal. Bei einer dauerhaften Schreibhaltung (Hände an/auf der Tastatur) ist sicherlich die Variante eins insgesamt weniger belastend. Nur wann hat man eine dauerhafte Schreibhaltung - im Idealfall selten bis nie. Solange nicht gerade geschrieben wird, empfehle ich die Hände immer sofort in den Schoß zu legen. Da man bei Variante eins aber näher am Schreibtisch sitzt, werden die Arme meist aus Bequemlichkeit über einen längeren Zeitraum einfach auf dem Schreibtisch liegen gelassen; im schlechtesten Falle mit den Fingern weiterhin angespannt über den Tasten. Deshalb bevorzuge ich die zweite Variante (meist sogar ohne Benutzung von Armlehnen). In jeder kurzen Denkpause (spätestens nach ein paar Sätzen) ziehe ich die Hände ein paar Zentimeter zurück und lege sie in meinem Schoß. An den meisten Arbeitsplätzen werden wohl die Denkphasen deutlich länger sein als die reinen netto-Schreibphasen mit der Tastatur, so dass selbst bei nicht durch Armlehnen unterstützte Arme sich die Belastung des Schulter-/ Nackenbereiches in Grenzen hält. Der Einsatz von Spracherkennung verlängert die Pausen für die Arme noch weiter. Zusammengefasst: Abstand >10 cm bei Schulter-/ Nackenschmerzen, kein Abstand und ergonomische Tastatur bei Handgelenkschmerzen. Solange aber in Pausenphasen die Hände nicht auf der Tastatur gehalten werden, sehe ich auch Variante zwei als unproblematisch für Schulter-/ Nackenschmerzen. Das gleiche gilt natürlich auch für die Maus, solange nicht geklickt oder der Mauszeiger verschoben wird, die Hand in den Schoß legen! Das klingt sehr banal, wird aber nur von den wenigsten eingehalten. Einfach mal in der Uni/Firma/Familie anderen bei Computerarbeit zuschauen, die Hand bleibt in der Regel auf der Maus liegen. Zu deiner zweiten Frage "schweben oder aufliegen": ich empfehle bewegliches aufliegen Ich hoffe, dass es einigermaßen verständlich war. Man kann deine Fragen sicherlich auch nicht für jeden optimal beantworten, jeder sollte für sich selbst beide Varianten ausprobieren und die für seine Schmerzen passende wählen. Gruß und gute Besserung Clemens
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| Name: Matthias eMail: Kontakt |
Hallo Clemens, ich mache aufgrund deiner Website (welche wirklich super ist!) seit mitte August jeden Tag Dehnübungen und bin bei einem guten Physiotherapeuten in Behandlung. Die Schmerzen in beiden Händen und Ellenbogen schwankten bis Mitte Oktober noch sehr stark, wobei die Anzahl der Tage mit starken Schmerzen überwiegten. Seit Ende Oktober jedoch war der Ruheschmerz fast komplett weg, aber seit nun 5 Tage, ist dieser wieder zurück und fast genauso stark wie am Anfang. Was hat das zu bedeuten? Kann ich vielleicht noch etwas tun außer Dehnübungen + Physio? Viele Grüße, Matthias Administrator-Antwort: Hallo Matthias, ein vorübergehendes Wiederauftreten der Schmerzen fast in Anfangsstärke ist nicht ungewöhnlich bei RSI, ging mir ähnlich. Fünf Tage sind dann aber eigentlich nicht mehr wirklich vorübergehend. Wie sieht es denn jetzt nach sieben Tagen aus? Die Behandlung setzt sich neben den Dehnübungen aus zahlreichen kleinen Maßnahmen zusammen, die in ihrer Gesamtheit oft nochmal eine zusätzlich Linderung versprechen. Siehe dazu: http://www.repetitive-strain-injury.de/behandlungssplaene.php bei mir waren anfangs besonders wichtig Massagen der Unterarme und regelmäßige Kurzpausen beim Arbeiten (alle paar Minuten einmal aufstehen, Hände ausschütteln und wieder hinsetzen). Und wenn ich am Computer etwas schreibe (wie diesen Text zum Beispiel) mache ich das mit Spracherkennung, entlastet die Hände enorm. Gute Besserung und viele Grüße Clemens
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| Name: Stefan eMail: Kontakt |
Hallo Clemens, vielen Dank für Deine sehr informative und Mut machende Seite! Bei mir war nicht die Computermaus schuld, sondern das monatelange heimische Training mit überladenen Hanteln. Nie hatte ich Schwierigkeiten, alles war wie immer, es gab keine Anzeichen - plötzlich begann die Krankheit vor vier Monaten im rechten Arm, einen Monat später dann bedingt durch meine Arbeit (ich musste tonnenschwere Kisten aus einem Archiv räumen) im linken, d.h. ich war in meiner Bewegungsfreiheit enorm eingeschränkt; Türklinken anfassen, Fenster schließen, sich ein Glas Wasser eingießen oder Geschirr abwaschen - alles ließ sich nur mit enormen Schmerzen bewältigen. Auch das tägliche Mailchecken am PC fiel mir schwer, und jedes Mal hatte ich im Anschluss Probleme. Der Orthopäde, bei dem ich war, als die Schmzern höllisch waren, schüttelte drei Mal meine Hand und meinte dann, ich solle es vermeiden, Lasten überhalb von 5 kg zu tragen, könne sonst aber weitermachen wie bisher. Das war natürlich purer Unsinn. Als ich mich meiner Hausärztin offenbarte, verschrieb sie mir sofort Arcoxia 90mg, was - im Gegensatz zu Ibuprofen 800, das ich vorher bekam - enorm half. Obwohl mein Krankheitsprozess im Vergleich zu Deinem oder dem einiger anderer weitaus leichter verlaufen ist, habe ich mir bis heute Sorgen gemacht, ob das letzte kleine Bißchen Restschmerz, was ich jetzt noch im Handgelenk habe, jemals wieder weggeht, bzw. ob ich jemals wieder schwerere Lasten heben oder tragen darf. Insbesondere der Bereich "Psyche" hat mir sehr geholfen, Hoffnung zu schöpfen, genau wie Dein jahrelanges Martyrium. Du schreibst es: Eine Beschädigung innerhalb des Körpers wird vom Körper immer bekämpft, auch wenn sich keine fühlbare Linderung einstellt. Man muss Geduld haben, und das Wichtigste ist: Man darf niemals seinen Mut verlieren. Deine Geschichte hat mich motiviert, positiv der Zukunft entgegen zu blicken. Vielen Dank dafür! Stefan
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| Name: Tina eMail: Kontakt |
Hallo, danke für diese informative und übersichtlich gestaltete Seite! Ich bin auf der Suche nach einem neuen Klick-Agenten darauf gestoßen, da mein alter nur fehlerhaft oder garnicht mehr arbeitete und zudem von meinem neuen Antivirenprogramm als Trojaner gemeldet wurde. Das "Mausarm"-Programm probiere ich gerade aus und bin spontan sehr angetan davon. Ich habe seit nun bald zwei Jahren Probleme bei der Computerarbeit - ich bin Studentin und hatte zu der Zeit noch einen Nebenjob im Büro. Anfangs hatte ich nur rechts Probleme, doch durch hilflose Versuche, die linke Hand zur Maushand umzufunktionieren (bin Rechtshänderin), begannen die Probleme bald auch auf der linken Seite. Die Handgelenke, Handrücken, Ellenbögen und ganz besonders die Außenseiten der Unterarme schmerzten teilweise so enorm, dass Computerarbeit völlig unmöglich wurde und zeitweise selbst das Mit-der-Hand-Schreiben sehr schwierig wurde. Ein Besuch bei der Hausärztin erwies sich als unnütz: sie diagnostizierte - ohne Untersuchung, nur von meiner Beschreibung! - ein Karpaltunnelsyndrom und überwies mich zum Neurologen. Da meine Oma ein Karpaltunnelsyndrom hat, befragte ich sie nochmal genau zu den Symptomen und wurde ziemlich schnell skeptisch, was die Diagnose betraf. Ich ging dann statt zum Neurologen zum Orthopäden, der nach der Untersuchung ein Karpaltunnelsyndrom ausschloss und "Tennis-/Mausarm sowie Sehnenscheidenentzündung" diagnostizierte. Er verbreichte mir eine schmerz- und entzündungshemmende Spritze in den Ellenbogen und verschrieb eine Handgelenksschiene/-bandage. Seitdem ich die bei der Computerarbeit IMMER trage, außerdem meinen Arbeitsplatz soweit wie möglich ergonomisiert habe, sind die Beschwerden viel besser geworden. Ein Klickagent halte ich für unentbehrlich, deshalb nochmals danke für das kleine Programm! Viele Grüße, Tina
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| Name: hermann Aus: homburg eMail: Kontakt |
keine Mehrbelastung des Daumens zu empfinden Gewicht des Unterarms liegt auf der Handfläche des Trackballs und bewegt sich nicht. Optomechanik des Logitech Marble Wheel ist nahezu reibungslos leicht. Mäuse müssen das gesamte Gewicht des Unterarms auf der Bewegungsfläche (Unterseite der Maus) auffangen und haben sehr viel höhere Reibungskräfte zu bewältigen. Maus setzte sich halt wegen der teureren Optomechanic und der Erwartung der PC-Käufer nach "included Keyboard and Mouse" durch. Administrator-Antwort: Danke!
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| Name: hermann Aus: homburg eMail: Kontakt |
Ist zwar teuer, aber unsere ersten sind nach über 15 Jahren immer noch im Einsatz und funktionieren wie am ersten Tag. Sie sind nur optisch etwas vergilbt. Zugegeben, die ersten konnte ich nur mit "Diebstahl" der Mäuse durchsetzen. Inzwischen nutzen bei uns alle alten Hasen die Dinger und lächeln nur noch über die Mausbenutzer, die dann meist recht schnell ebenfalls umsteigen. ![]() Administrator-Antwort: Hallo Hermann, vielen Dank für deinen Hinweis! So einen Trackball ist seit längerem auf meiner ToDo-Liste. Falls zufällig ein Logitech-Mitarbeiter mitliest, ein Testmuster wäre praktisch Gruß Clemens
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| Name: Stephanie eMail: Kontakt |
Hallo, komme gerade vom Handchirurgen - oder soll ich an der Stelle lieber schreiben von einem Gott in Weiß? Auf jeden Fall habe ich große Schmerzen in der linken Hand und im linken Arm. Der Handchirurg meinte es sei alles okay, quasi fehlt meiner Hand nichts - leider habe ich aber große Schmerzen, allerdings nur auf der linken Seite (bin aber Rechtshänder). Beruflich bin ich Selbstständig und arbeite sowohl viel am Computer aber auch körperliche Arbeit gehört zu meinem Arbeitsfeld. An vielen Tagen muss ich mir überlegen welche Arbeit meine Hand bzw. mein Arm heute erlaubt. Das geht so nicht, mir fallen Sachen aus den Händen ich kann zeitweise keine kleineren Teile wie Schrauben, Knöpfe... festhalten und phasenweise habe ich große Schmerzen. Nachts wache ich vor Schmerzen auf wenn mein Arm falsch liegt - und dazu hat der Handchirurg gesagt meiner Hand geht es gut. Er kann nichts feststellen. Ich habe ihn dann nach dem RSI-Syndrom also dem Mausarm gefragt und er meinte wortwörtlich: "Diese Krankheit gibt es gar nicht," was sagt Ihr dazu? Vielleicht sollte ich erwähnen, das ich bessere und schlimmere Tage habe an einigen Tagen (sind leider rar) geht es meiner Hand/Arm recht gut leider gibt es auch Tage da geht fast nichts. Ich habe im Moment noch keine Ahnung was ich machen soll. Ich bin wie schon gesagt selbstständig, die Firma läuft sehr gut, ich bin Mutter 2er Kinder, die Putzfrau habe ich vor kurzem entlassen, natürlich hilft mir mein Mann aber an Arm, bzw. Handschonen ist gar nicht zu denken. Vor allem mache ich viele verschiedene Dinge und kann nicht sagen das es wie bei Euch von der Computertastatur kommt. Das Schreiben tut zwar auch höllisch weh und die Finger fühlen sich schon leicht taub an aber das passiert genauso bei vielen Anderen Dingen die ich mache. Über einen adäquaten Tipp wäre ich sehr, sehr dankbar. Danke Stephanie Administrator-Antwort: Hallo Stephanie, tut mir leid das zuhören! Mir erging es anfangs ganz ähnlich: war in der Chirurgie eines renommierten Krankenhauses und wurde eine Dreiviertelstunde untersucht, offizielles Resultat: "Wir können nichts für Sie tun, gehen Sie doch noch mal zu einem anderen Orthopäden" (wäre dann der vierte gewesen). Man hat aber gemerkt, dass sie mir meine Schmerzen nicht wirklich abgenommen haben. Ich hatte damals schon das Buch "It's Not Carpal Tunnel Syndrome! RSI Theory and Therapy for Computer Professionals" dabei, aber man war nicht gewillt, dort auch nur einen einzigen Blick hineinzuwerfen! Falls du mit meinem Buch (http://www.amazon.de/dp/3865829147/) dort ankommen würdest, wäre denen das wahrscheinlich zu unwissenschaftlich. RSI gibt es nicht... Vielleicht könnte folgender Artikel noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten: Prof. Dr. Hardo Sorgatz in Der Orthopäde 10/2002: "Der mittlerweile als wissenschaftlich evident anzusehende Kausalzusammenhang zwischen chronisch schmerzhaften Beschwerden im Unterarm-/Handbereich und bestimmten beruflichen Belastungen..." http://www.rsi-online.de/download/1321006.PDF Deine beschriebenen sehr unterschiedlichen Schmerzen an verschiedenen Tagen kann ich auch aus meiner Erfahrung bestätigen: von beschwerdefrei bis so schlimm wie am ersten Tag ist alles möglich. Falls keine konventionelle Verletzung vorliegt, tendiert die Hilfe eines Arztes leider oft gegen Null. Lass dir ein Krankengymnastikrezept verschreiben und gehe zu einer Vojta-Physiotherapeutin (die soll sich Haltung + Bewegung anschauen und auf Thoracic Outlet Syndrome testen). Falls möglich, würde ich über ein paar Wochen zusätzlich die Hilfe einer professionellen Masseurin in Anspruch nehmen, die verhärtete Muskeln im Oberkörper auflockert (u.a. auch evtl. vorhandene Triggerpunkte). Ansonsten in der Akutphase so weit wie möglich schonen (ich weiß, das ist nicht so einfach möglich), gegebenenfalls zwischendurch bei belastenden Tätigkeiten eine Handgelenkschiene tragen. Und natürlich auch auf einen ergonomischen Arbeitsplatz achten (Spracherkennung etc.) http://www.repetitive-strain-injury.de/arbeitsplatzausstattung.php Ich wünsche dir eine gute Besserung! Clemens
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| Name: Christina Aus: Berlin eMail: Kontakt |
Hallo Clemens, Danke für diese Seite! Auch wenn ich letztendlich doch was anderes zu haben scheine, hat mir die Seite in den letzten 3 Monaten Mut gemacht,weil -sie konkret ist, -weil sie eine Geschichte von vorne bis hinten mit positivem Ausgang darstellt, - weil deine Beschwerden viel stärker waren, - weil sie genaue Schritte enthält (Das ist v.a. bei beginnender Depression nützlich!!!) Da das Internet v.a. voll mit negativen Beispielen ist (wer schreibt denn sonst Blogs über Krankheiten?) und man nach Microsoft-Studie eigene Symptome überschätzt, ist eine wahre positive Geschichte im Netz viel Wert!!! Kurz zu meiner Geschichte: Vor 3 Monaten fühlte sich die rechte Hand nach extensiver Mausnutzung sehr schwer und kribbelig. Auch zu Hause am WE gingen die Schmerzen nicht weg. Es fühlte sich an, als ob ich die Hand lange Zeit in ein Vibrationsgerät gesteckt habe. Die Faust ließ sich nicht schließen, es gab aber keine Schwellung oder Rötung am Handgelenk/ Unterarm. So ging es 3 Monate lang, besser wurde es zwischendurch, dann kam es wieder. Der linke Arm kam nach einer Woche hinzu. Das blöde: MAn konnte nach einer Weile nicht wirklich eine Ursache-Wirkung zwischen Belastung und Schmerzen erkennen (im Monat 1 schon). Tabletten, Physiotherapie brachten Besserung, jedoch kam das KRibbeln + Schmerzen immer wieder. Die Schmerzen haben sich auf den ganzen Arm ausgebreitet: Unterarm, Ellenbogenansätze, Innenseite des Oberarms, Nacken... Habe in der Zeit einige unangenehme Erfahrungen mit Ärzten gemacht. Davor war ich außer Augen- und Zahnarzt davor verschont gewesen. Nun merkte ich, wie unsensibel die meisten sind. Die bestätigte meine eigenen Diagnosen ohne mich anzuschauen und obwohl die Symptome, wie ich jetzt weiß, nicht da waren, lachten mich aus, dass ich 2 Bandagen haben wollte "Das sieht doch bescheuert aus." und schmissen mich sogar raus, weil ich gewagt habe mit neuen Beschwerden zu kommen und keinen Therapiebericht vom Physiotherapeut mitzubringen. Kurzum: Letztendlich stimmten 2 Ärzte unabhängig voneinander überein, dass das Problem die Blockierung 2er Halswirbel war/ist, und dass es nichts mit Arm zu tun hat. Glauben konnte ich es lange nicht, da auch bei dir diese Diagnose gestellt wurde, die Behandlung aber keine Heilung brachte. Auch nach Massagen im Nackenbereich und Chiropraktiken wurde keine sofortige Besserung erkennbar. Jedoch! Es wird!!! Es ist noch ein Funken Unglaube da, weil Schmerzen lokal sind, aber es scheint bei mir so zu sein: Blockierung der Wirbel --> Verspannung --> Nerv gereizt --> Ausbreitung über den Arm/Hand --> Muskel reagieren mit Verkrampfung --> Schmerzen Zwar kommt bei Verspannungen das Kribbeln und Schmerzen wieder, aber es wird immer weniger und längere gute Phasen! Deine Seite habe ich schon am Anfang gefunden, lange Zeit gedacht, das habe ich auch, obwohl ich nie Probleme mit etwas zu halten bzw. keine Schwellungen hatte. Ich habe trotzdem einiges gemacht/ mache noch: 1. Vertikale Maus angeschafft! Zwar könnte sie Verspannungen im Nacken gerade begünstigen, aber für Hände ist sie super! http://www.amazon.de/3M-EM500GPS-Ergonomie-schnurgebunden-graphit/dp/B000F2BP7U/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=ce-de&qid=125 4920655&sr=8-1 2. Super nach hinten gekippte Tastatur gekauft http://www.amazon.de/Microsoft-Ergonomic-Keyboard-original-Handelsverpackung/dp/B000A6DJKW/ref=pd_bxgy_ce_img_b Nach Eingewöhnungszeit, in der auch die viel kritisierte Leertaste weich geworden ist, kommt mir die Nutzung einer normalen Tastatur TOTAL unnatürlich vor!!! 3. Durchblutung gefördert! 4. Übungen zum Dehnen mache ich immer noch. 5. Entspannungs-mp3 ausprobiert So hat die Sache auch was Gutes: a) kenne mich jetzt voll mit Sehnenscheidenentzündungen aus (und wahrscheinlich mein Bekanntenkreis, v.a. mein Freund, auch schon b) daher sorge ich vor, dass ich die nicht bekomme (falls ich auch am Anfang keine hatte. Sicher bin ich mir immer noch nicht). Habe auch meinem Freund die Tastatur und Handballenauflage für Maus besorgt. Nun einige Bemerkungen: - Du sagst, man soll Erfahrungsberichte lesen, um Mut zu schöpfen. Aber hast du mal nach solchen gesucht? 90% sind bei chronischer SSE absolut demotivierend, weil negativ!!! Hat mich total runter gerissen die ganzen 2,5Monate. Eine große Sammlung positiver Erfahrungen auf deiner Seite wäre sehr gut!- Die Sache mit TMS ist nicht ganz verständlich: Was hat nun ein neuer Syndrom mit RSI zu tun - Ist es das gleiche? Und vor allem: Wie kriege ich raus, ob ich es habe? Evtl. könntest du dieses KApitel etwas umschreiben in Bezug darauf, wie man es rauskriegt, ob man psychisch bedingte Schmerzen hat bzw. wie das ganze zusammenhängt? - Die Begrifflichkeiten haben mich auch etwa verwirrt: RSI ist doch eigentlich chronische Sehnenscheidenentzündung? Tennisarm ist jedoch Epicondilitis, d.h. Verkrampfung der Sehnenansätze am Ellenbogen. Ein Kapitel über Definitionen wäre evtl. hilfreich, auch wenn es sich verschult anhört ansonsten kann ich dich nur bewundern, dass du es 3 Jahre lang durchgezogen hast. Hattest du nie versucht aufzugeben? Warst nicht demotiviert? kurz vor Depression? Angst? Ich hatte das schon nach 1 Monat quer durchgemacht, weil ich total Kontrollverlust fühlte...bei 3 Jahren ohne zu wissen, dass man das Richtige tut (am Anfang v.a.)...sehr bemerkenswert. Du bringst aber auf jeden Fall Betroffenen Mut. Gruß aus Berlin Administrator-Antwort: Hallo Christina, vielen Dank für diesen umfangreichen und interessanten Eintrag! Eine Antwort habe ich dir gerade per E-Mail geschickt. Gruß Clemens
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